Bundeswehr-Fahrzeuge (FX Schmid)

Bundeswehr-Fahrzeuge Quartett mit Supertrumpf

FX Schmid 52722 • 1976 • Titel: Lkw 12 t + Planierraupe • Auf meiner untergegangen Heimatinsel West-Berlin gab es bekanntlich keine Bundeswehr, dafür jede Menge Leute, die vor dem Dienst ins sichere Kreuzberg geflüchtet waren. Das wilde Rekrutenleben kenn ich also nur aus zweiter Hand: Demnach hat man die 15 Monate hauptsächlich genutzt, um Bier zu trinken und sich mit Vorgesetzten anzulegen. Zwischendurch wurde die Lüneburger Heide umgepflügt. Die diversen Vehikel dafür sind in diesem abwechslungsreichen Quartett zusammengestellt. Ob Krad, Verwundetentransporter, Erdhobel, Amphibienfahrzeug, Autokran, Raketenwerfer, Kampfpanzer, Haubitze oder Motorboot, alles da, um dem potenziellen Feind im Osten abzuschrecken. Besonders mit dem zusammenlegbaren „Kraka“-Mini-Lkw wär ich ganz gern mal gefahren! Die Fotos wirken recht sympathisch, die Texte sind informativ – anzunehmen, dass die Bundeswehr bei der Entstehung des Quartetts mitgeholfen hat. Dafür spricht auch die spezielle Kartenrückseite mit 98 Eisernen Kreuzen in Blau.

Weitere Bundeswehr-Quartette von FX Schmid:

  • 1976: Bundeswehr, Nr. 51422, Titel: M 113
  • 1977-78: Bundeswehr, Nr. 51422, Titel: M 113, +2 Extrakarten
    – Deckblattvariante 32+2 Extrakarten
  • 1977-78: Bundeswehr-Fahrzeuge, Nr. 52722, Titel: Lkws und Pkw, +2 Extrakarten
    – Deckblattvariante 32+2 Extrakarten
  • 1979: Bundeswehr, Nr. 5140, Titel: Spähpanzer

Noch mehr Bundeswehr-Technik kam aus den Arsenalen von Berliner Spielkarten (Unser Heer, Unsere Marine, Unsere Luftwaffe), Bielefelder Spielkarten (Unsere Bundeswehr, Bundeswehr Heer/Marine/Luftwaffe), Nürnberger Spielkarten (Bundeswehr) und ASS (Bundeswehr-Flugzeuge). • Seltenheit: ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€-€€€

4 Gedanken zu “Bundeswehr-Fahrzeuge (FX Schmid)

  1. eigentlich interessant, dass es so viele Bundeswehr-Quartettspiele gibt. Generell sind die Quartette der 70er/80er sehr militärlastig. Da gibt es Kriegsschiffe, Panzer, Militärflugzeuge, Kampffahrzeuge, usw…

    Das ist mir erst aufgefallen, als Mitte der 80er ein Kumpel in der Schule mal meinte, er möchte keine Quartette mehr spielen. Blöderweise hatte ich damals aus dem 1977er-Jahrgang nur eben diese kriegsverherrlichenden Spiele dabei… 😀

    • Hallo, ja das stimmt, speziell in den späten 70er Jahren nahm die Zahl der Militärquartette deutlich zu (siehe auch diesen Blogpost: https://quartettblog.wordpress.com/2019/03/18/3-militaer-quartette-ass/
      Das waren ziemlich politisierte Zeiten, bei dem auch in den Schulen über solche Themen wie Wettrüsten, Atomwaffen und NATO vs. Ostblock diskutiert wurde und Sammel-Zeitschriften wie „Der II. Weltkrieg“ und „Nam“ sehr populär wurden. Im Gegensatz zu den deutschen Quartettherstellern hatte Piatnik aus Österreich übrigens kein einziges Militärquartett im Programm (und nur in den Flugzeug- und Schiffsquartetten einige Düsenjäger und Kriegsschiffe).

      • Stimmt, ja, Piatnik hielt sich aus dem Wettrüsten im Pausenhof und Kinderzimmer raus. Wäre mir ohne den Hinweis nicht aufgefallen! Neutralität drückte sich offenbar auch im Angebot (und Nachfrage?) von Kinderspielzeug aus.

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