Schiffe (FX Schmid) b

FX Schmid Schiffe-Quartett mit Supertrumpf

F.X. Schmid 52322 • 1971 • Titel: „Usambara“ • Hier noch ein Quartett, bei dem sich die Macher nicht zwischen Hoch- und Querformat entscheiden konnten. Das Ergebnis ist fast noch nerviger als bei den Le-Mans-Quartetten vom letzen Blogbeitrag: 19 Karten sind im Hochformat gestaltet, 13 im Querformat, so dass man den Handstapel hin- und herdrehen muss. Auffällig ist auch, dass die Kartennummern unterschiedlich geschrieben sind, zum Beispiel 1a (ohne Abstand), 1/d (mit Schrägstrich) und 3 a (mit Abstand). Aber genug genörgelt! Auf den querformatigen Bildern kommen immerhin die Schiffe wunderbar zur Geltung. Als Wahlhamburger begeistern mich die Passagierdampfer Bremen, Hanseatic und Hamburg, auch Frachter MS Frankfurt und Tanker Esso Northumbria füllen ihre Bildrahmen prächtig aus. Ebenso attraktiv: France, Queen Elizabeth 2 und ein Seenot-Rettungskreuzer im klassischen Hochformat. Flaggenfehler-Freunde achten auf die Michelangelo (1c), die in einer Teilauflage eine falsche Italienfahne trägt.

Hier die zivile* Schiffsquartett-Flotte von FX Schmid im Großformat:

  • 1965: Schiffsquartett, Nr. II/77, Titel: Flugzeugträger, VI/1 mit Norwegen-Flagge
    – VI/1 mit Flaggenfehler (Island-Flagge)
  • 1966: Schiffe, Nr. II/77, Titel: Raffaello, Deckblatt mit Italien/USA/Frankreich/UK/D-Flaggen
    – Deckblatt mit Peru/UK/Frankreich/Italien/D-Flaggen
  • 1967: Schiffe, Nr. II/77 52322, Titel: Raffaello (1966er-Kartensatz)
  • 1968: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Europa
  • 1969: Schiffe 1 Handelsmarine, Nr. 52322, Titel: France
  • 1970: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Freeport, Deckblatt mit Italien- + Frankreich-Flagge
    – Deckblatt mit 2mal Frankreich-Flagge
  • 1971: Schiffe, Nr. 52322, Titel Usambara, 1c mit korrekter Italien-Flagge
    – 1c mit Flaggenfehler (Italien-Flagge falschrum)
  • 1972: Schiffe, Nr. 52322, Titel Usambara (1971er-Kartensatz)
  • 1973: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Alexander Puschkin
  • 1974: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Gedser, 2b mit Schweden-Flagge
    – 2b mit Flaggenfehler (Schweden-Flagge ohne Gelb)
  • 1975: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Barranduna
  • 1976: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Peter Pan
  • 1977: Schiffe, Nr. 52322, Titel: Vistafjord, Deckblatt mit +2 Extrakarten
    – Deckblatt mit 32 Blatt +2 Extrakarten

*Bis 1968 dampfte jeweils ein Dutzend Kriegsschiffe in den Quartetten mit. 1969 erkämpfte sich die Kriegsmarine schließlich ihre eigene Quartettreihe mit Nr. 53722. Abbildungen der Flaggenfehler findest du u. a. auf Quartettsammler.de und Quartettportal.de • Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€

Autos (FX Schmid) d

Autos-Quartett 52610 Super Trumpf und SST-Karten

FX Schmid 52610 • 1979 • Titel: BMW 635 CSi • Alles geht mal zu Ende und so auch die wunderbare Autos-Quartettserie der Sechziger und Siebziger. Dies ist nun die letzte reguläre Ausgabe von 1979 (obwohl der Copyright-Vermerk auf der Deckblatt-Rückseite das Jahr 1977 angibt). Zugleich ist es auch die seltenste Version. Viele der enthaltenen Fahrzeuge sind ebenfalls zu gesuchten Raritäten avanciert, etwa Opel Monza, BMW 733i und Volvo 264 GLE. Genauso interessant finde ich aber die Alltagsautos wie Ford Fiesta S, Renault 5 GTL, Toyota Starlet, Fiat Ritmo und andere Nicht-Exoten, die heute längst den Rosttod gestorben sind. Und als mein ganz persönliches Highlight fällt mir der Citroen Visa Super (7D) ins schmerzende Auge, ein mega-hässliches, fast vergessenes Gefährt! – Beigelegt sind die SST-Karten 11 und 12. Noch seltener und gesuchter ist eine Version des Spiels mit der alten FX Schmid Standard-Rückseite. Dann begannen die Achtziger und die Artikelnummer 52610 wurde an die erste Ausgabe der Serie Die Neuen weitergereicht – ein würdiger Nachfolger! • Seltenheit: ◊◊◊◊ Wert: €€€€€

Nutzfahrzeuge 1 (FX Schmid)

Lastwagen-Quartett aus den 70er Jahren

FX Schmid 52122 • 1970 • Titel: Scania-Vabis L 110 38 S • So schön kann mobiles Arbeiten sein! Die Kombis, LKWs und Busse in diesem Spiel sind liebevoll koloriert und glänzen nun in vollen, saftigen Farben. Den Anfang im Quartett machen kleinere Nutzfahrzeuge wie ein tomatenroter VW Transporter und ein grüner Hanomag/Henschel. Hubraum und PS-Zahl steigen im Kartensatz an und somit folgen zum Beispiel ein kirschfarbener Opel Blitz, ein marineblauer Büssing Lkw, ein cremeweißer MAN Betonmischer und ein Mercedes Muldenkipper in Olive. Als letzte Vierergruppe im Quartett präsentieren sich die Omnibusse von Auwärter und Kässbohrer, schnittig gestaltet und mit viel Gold an Seiten und Fronten. Ein Traum! – Mehr Nutzfahrzeuge findest du hier -> • Seltenheit ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€€

Bundeswehr-Fahrzeuge (FX Schmid)

Bundeswehr-Fahrzeuge Quartett mit Supertrumpf

FX Schmid 52722 • 1976 • Titel: Lkw 12 t + Planierraupe • Auf meiner untergegangen Heimatinsel West-Berlin gab es bekanntlich keine Bundeswehr, dafür jede Menge Leute, die vor dem Dienst ins sichere Kreuzberg geflüchtet waren. Das wilde Rekrutenleben kenn ich also nur aus zweiter Hand: Demnach hat man die 15 Monate hauptsächlich genutzt, um Bier zu trinken und sich mit Vorgesetzten anzulegen. Zwischendurch wurde die Lüneburger Heide umgepflügt. Die diversen Vehikel dafür sind in diesem abwechslungsreichen Quartett zusammengestellt. Ob Krad, Verwundetentransporter, Erdhobel, Amphibienfahrzeug, Autokran, Raketenwerfer, Kampfpanzer, Haubitze oder Motorboot, alles da, um dem potenziellen Feind im Osten abzuschrecken. Besonders mit dem zusammenlegbaren „Kraka“-Mini-Lkw wär ich ganz gern mal gefahren! Die Fotos wirken recht sympathisch, die Texte sind informativ – anzunehmen, dass die Bundeswehr bei der Entstehung des Quartetts mitgeholfen hat. Dafür spricht auch die spezielle Kartenrückseite mit 98 Eisernen Kreuzen in Blau.

Weitere Bundeswehr-Quartette von FX Schmid:

  • 1976: Bundeswehr, Nr. 51422, Titel: M 113
  • 1977-78: Bundeswehr, Nr. 51422, Titel: M 113, +2 Extrakarten
    – Deckblattvariante 32+2 Extrakarten
  • 1977-78: Bundeswehr-Fahrzeuge, Nr. 52722, Titel: Lkws und Pkw, +2 Extrakarten
    – Deckblattvariante 32+2 Extrakarten
  • 1979: Bundeswehr, Nr. 5140, Titel: Spähpanzer

Noch mehr Bundeswehr-Technik kam aus den Arsenalen von Berliner Spielkarten (Unser Heer, Unsere Marine, Unsere Luftwaffe), Bielefelder Spielkarten (Unsere Bundeswehr, Bundeswehr Heer/Marine/Luftwaffe), Nürnberger Spielkarten (Bundeswehr) und ASS (Bundeswehr-Flugzeuge). • Seltenheit: ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€-€€€

Mercedes (FX Schmid)

Mercedes-Autoquartett von FX Schmid

FX Schmid 50046.0 • 1985 • Titel: AMG Mercedes 190 E 2.3 • Schon früher hatte FX Schmid einige reine Mercedes-Quartette veröffentlicht. Anfang der 80er erinnerte man sich wieder an dieses Konzept. So entstanden eine ganze Reihe interessanter Spiele, die jeweils nur Modelle einer einzigen, großen Automarke vorstellten – nicht nur von Mercedes, sondern auch von Porsche und Ferrari, später auch von BMW und Audi.

Das aufgemotzte Titelmodell dieser Ausgabe von 1985 fährt leider nicht im Kartensatz mit. Dafür finden sich hier die damals aktuellen Flagschiffe der Marke wie Mercedes 380 SL und 190 E 2.3-16, außerdem ein knallgelber 70er-Jahre-Dieselbenz 300 D, ein Unimog und die berühmten Klassiker mit dem Stern: Mercedes 600 Pullmann, 230 S Heckflosse, 300 SL Flügeltürer, SSK und der Rekordwagen von 1938.

Interessanterweise gibt es von dieser Ausgabe drei Varianten: Hier hat der Lorinser 280 CE Coupé (1C) einen schwarzen Kühlergrill – sieht aus wie eine Retusche, um den Mercedes-Stern zu überdecken. In einer zweiten Auflage wurde ein anderes Foto verwendet, der Kühlergrill ist nun dunkelgrau und trägt keinen Stern. Bei der Gelegenheit wurde das AGM-Coupé zu AMG-Coupé korrigiert (1A). Dieser Kartensatz wurde dann noch zu einer 24-Karten-Version zusammengedampft.

Hier die komplette Merdedes-Serie:

  • 1982: Nr. 51820, Titel: Mercedes 500 SEC (Großformat, in der silbernen Hochbox)
  • ca. 1983 (1982 lt. Aufdruck): Nr. 51810, Titel: Mercedes 190
  • 1984: Nr. 51810, Titel: Mercedes 190 E 2.3-16
  • 1985: Nr. 50046.0, Titel: AMG Mercedes 190 E 2.3, 1C schwarzer Kühler
    – 1C grauer Kühler
    – Deckblatt ohne Artikelnr., 1984 lt. Aufdruck, nur 24 Karten, 1C grauer Kühler
  • 1986: Nr. 50056.9, Titel: weißer Mercedes 190 E 2.5-16 Evo Rennwagen
  • 1987: Nr. 50104.7, Titel: dunkler Mercedes 190 E 2.5-16 Evo Rennwagen
  • 1988: Nr. 50134.4, Titel: Mercedes 300 CE (S-Klasse)
  • 1989: Nr. 50176.4, Titel: Mercedes 190 E
  • 1990: Nr. 50119.1, Titel: Mercedes 500 SL
  • 1990: Mercedes-Benz – Weltmeister- und Traumautos, Nr. 50366.9, Titel: Mercedes C11 (Doppelspiel, 2×32 Karten)
  • 1991: Nr. 50028.6, Titel: Mercedes S-Klasse
  • 1992: Nr. 50060.6, Titel: Mercedes C 112
  • ca. 1993 (1992 lt. Aufdruck): Nr. 50075.0, Titel: Mercedes 600 SEC

Die Kartensätze wurden immer nur wenig geändert. Das elegante rote 500 SL Cabrio und etwa zehn weitere Klassiker sind sogar bei sämtlichen Ausgaben dabei. • Seltenheit: ◊◊-◊◊◊ Wert: €€-€€€

Motorräder (Bergmann)

Motorräder-Quartett von „Bergmann immer aktuell“Bergmann 53822 • 1971 • Titel: Kreidler Florett RS • Als „krass“ noch „echt stark“ hieß: Dieses Spiel stammt aus der Zeit, als Jungs noch vom Motorradfahren träumten! Die Geldgeschenke der Verwandtschaft hätten vielleicht für ein gebrauchtes Quelle-Mofa gereicht, doch leider fehlten noch ein paar Jahre bis zum ersehnten 15. Geburtstag. Ersatzweise zockten wir dann halt Motorrad-Quartett. Zum Beispiel mit dieser Rarität von Bergmann. Der Sammelbilder-Produzent aus Unna hatte schon Ende der 60er Jahre für einige Fußball-Quartette mit FX Schmid kooperiert. Für das abgebildete Spiel wurde nun das 71er Motorrad-Quartett von FXS herangezogen und mit einem neuen Deckblatt versehen. Im Gegensatz zum Original mit der fetten Harley Davidson Electra-Glide (1a) auf dem Titel surrt hier eine deutlich schlankere Kreidler übers Deckblatt. Weitere Highlights, im Kartensatz nach Hubraum sortiert: die spektakuläre Münch 4 mit NSU-Motor, die Wankel-Hercules, die BMW R 75/5 (mit knallorangenem Fahrer!), diverse Yamahas auf dem Nürburgring, die MZ ETS 250 aus der DDR und als letztes die niedliche Honda Dax. „Klasse“, hätte man früher wohl auch dazu gesagt… Die Auflistung der großformatigen FX Schmid Motorrad-Quartette findest du hier ->, die der technischen Bergmann-Quartette hier ->. Ach ja, beim Titelblatt gibt es eine einzigartige Besonderheit, wer weiß es? • Seltenheit: ◊◊◊◊ Wert: €€€-€€€€

Saurier und Urtiere (FX Schmid)

Das Quartett „Saurier und Urtiere“FX Schmid 62422 • 1978 • Titel: Tyrannosaurus Rex • Dinosaurier-Alarm! Schon im Zeitalter vor „Jurassic Parc“ bevölkerten T. Rex & Co. die Spielzeugkisten, Bilderbücher, Federmäppchen und Pyjamas. Und der Was-ist-Was-Band Nr. 15 war natürlich Pflichtlektüre. Sicher hätte mich dieses tolle Dino-Quartett schon als Kind fasziniert: Hier stapfen Brontosaurus, Triceratops, Tyrannosaurus Rex und Stegosaurus durch stilvolle Urzeit-Dioramen (vermutlich aus dem Natural History Museum, London). Riesenlibellen und Flugsaurier beherrschen die Lüfte. Und gegen Ende des Quartetts lassen sich auch ein paar frühe Säugetiere blicken, etwa Mammut und Säbelzahntiger. Die Bilder wirken herrlich altmodisch und die Texte sind knapp aber ganz informativ. Dank der technischen Angaben konnten die Grundschul-Paläontologen das Quartett auch mit der speziellen „Saurier-Trumpf-Regel“ spielen. In den folgenden Quartett-Epochen entwickelten sich hieraus viele weitere Dino-Spiele:

Der Artenreichtum der Dinosaurier-Quartette

FX Schmid:

  • 1978: Saurier und Urtiere, Nr. 62422, Titel: Tyrannosaurus Rex
    – Deckblatt mit zusätzlichem Untertitel: Trumpfquartett
  • ca. 1982: Saurier Quartett (Tierwelt), o. Nr., Titel: Allosaurus
  • ca. 1990: Dinosaurier (Mini Quartett), Nr. ?, Titel: Titel Tyrannosaurus Rex
  • ca. 1994: Saurier – Tiere der Urzeit (Quiz-Quartett), Nr. 58001.1, Titel: Anclyosaurus
  • ca. 1997: Dinosaurier, Nr. 50256.3, Titel: Allosaurus (die gleichen Bilder wie 1978, aber viele geänderte Angaben, z. B. heißt der Brontosaurus nun Apatosaurus!)
    – Ohne Logo, Werberückseite Dino Park Münchehagen

ASS:

  • 1993: Dinosaurier, Nr. 30940, Titel: Tyrannosaurus Rex
  • 2002: Dinosaurier, Nr. 718358, Titel: Protoceratops (?)
  • ca. 2006: Dinosaurier, Nr. 719942, Titel: T. Rex + Brontosaurus
  • ca. 2007: Dinosaurier (175 Jahre Altenburger), Nr. 760265, Titel: T. Rex + Brontosaurus
  • ca. 2010: Dinosaurier (2 Spiele in 1), Nr. 990112, Titel: T. Rex + Brontosaurus
    – o. Nr., Rückseite Blockhouse-Werbung
  • 2015: Dinosaurier (Topass vertikal), Nr. 225 71994, Titel: T. Rex + Brontosaurus
  • ca. 2018: Dinosaurier (rote Fläche unten), Nr. 225 71994, Titel: T. Rex + Brontosaurus

Berliner Spielkarten:

  • ca. 1990: Saurier (Super Top Trumpf), Nr. 08295, Titel:  Tyrannosaurus Rex, Rückseite: Labyrinth
    – Rückseitenvariante: Smileys
    – Deckblattvariante: Schmidt Spiele Logo
  • ca. 1999: Dinosaurier, o. Nr., Titel: Grüner Saurier (?)
  • ca. 2006: Dinosaurier (+ TopAss-Logo), o. Nr., Titel: T. Rex
  • ca. 2010: Dinosaurier Mini, o. Nr., Titel: Stegosaurus
  • 2011: Dinosaurier, Nr. 310710, Titel: Triceratops
  • ca. 2015: Dinosaurier, Art-Nr. 225 97231, Titel: Brauner Saurier (?)

Sonstige:

  • 80er-Jahre: Pössneck, Tiere der Urzeit, Titel: Flugsaurier
  • 2000: Kellogg’s: Dinosaurer im Reich der Giganten, Nr. ?, Titel: Urzeitwald (Sammelquartett mit 3D-Bildern)
  • ca. 00er: NDR, Dino Saurier, o. Nr., Titel: Tyrannosaurus Rex (vermutlich von ASS produziert)
  • ca. 00er: Disney, Dinosaurier Quartett, Nr. ?, Titel: 2 Dinos
  • ca. 00er: Schwager & Steinlein: Saurier-Quartett, Nr. ?, Titel: Brontosaurus + Archaeopteryx
  • ca. 2002: TopTrumps, Dinosaurier, Nr. 060017, Titel: T. Rex
    – Ausgabe 2009, Titel: Velociraptoren
    – Ausgabe 2011, Titel: Velociraptoren
    – Ausgabe 2012, Titel: T. Rex
  • ca. 2008: Grodzinski, Dinosaurier, Nr. 962300, Titel: Triceratops
  • ca. 2008: 4trümpfe, Giganten – Dinos & Säugetiere, Nr. 570113, Titel: Schleich-Dino
  • 2008: Kosmos, Willi wills wissen Saurier, Nr. 741303, Titel: Willi + T. Rex
  • ca. 2010: Moses, Dino-Quartett, Nr. 401533, Titel: Parasaurolophus
  • 2015: Kosmos, Was ist Was Dinosaurier, Nr. 741365, Titel: T. Rex

Im weiteren Sinne gehört noch das schöne ASS-Quartett Aus grauer Vorzeit von 1966 zu dieser Gattung, das aber nicht technisch spielbar ist und nur eine Handvoll Saurier enthält. Bin auf weitere Ausgrabungen gespannt – vielleicht findet sich auch noch das eine oder andere „Missing Link“. • Seltenheit: ◊◊◊◊ Wert: €€

Flaggenwechsel beim Sportwagen-Quartett 1967 (FX Schmid)

Sportwagen • F.X. Schmid II/86 52522 • 1967 • Titel: Ford GT 40 • Mit welchen Details man sich als Quartettsammler rumschlagen muss! Beim Vergleich von zwei Ausgaben des FX Schmid Sportwagen-Quartetts von 1967 fiel mir beim Deckblatt ein winziger Unterschied auf. Und zwar ist das Blau der französischen Flagge in der einen Ausgabe von 3/67 dunkelblau, fast schon violett. Bei der anderen Ausgabe von 7/67 ist es hellblau. Die Blautöne der anderen Flaggen sind aber identisch. Daran sieht man gut, dass es sich hier nicht einfach um einen helleren Druck handelt. Beim dunklen Blau ist noch Rot bzw. Magenta beigemischt, beim helleren nicht.

Neugierig geworden, hab ich mir die alten FX Schmid Spiele in meiner Sammlung näher angeschaut und auch noch die Fotos in Herbert Kutters Katalog und im Quartettportal herangezogen. Siehe da: Es stellte sich heraus, dass das Blau der französischen Flagge auf den Deckblättern bis 1966 immer dunkelblau/violett ist. Ab 1967 ist es dann immer hellblau (bzw. identisch mit dem Blau der US- und der GB-Flagge). Das Deckblatt mit dem Ford GT 40 ist das einzige, das ich in beiden Blau-Varianten habe. Sachen gibt’s!

Lokomotiven (FX Schmid) b

Quartettkarten von LokomotivenFX Schmid 52222 • 1973 • Titel: Fiat Triebwagen Y 0160 • Dieses Jahr müssen die besinnlichen Bahnreisen zum Familientreff rund um den Adventskranz entfallen. Statt sich also in eine rollende Sardinenbüchse zu quetschen, holen wir doch mal ein Lokomotiven-Quartett aus normalen Zeiten hervor! Diese 1973er Ausgabe von FX Schmid erfreut mit einem ganzen Hauptbahnhof voll bunter, rasant gestylter Loks. Trainspotter können hier schwere Diesellokomotiven aus Kanada, schnelle TEE-Loks aus Deutschland, den schicken „Mistral“ aus Frankreich und diverse Exoten aus aller Welt bewundern. Mein Favorit ist der japanische Triebwagenzug von 5c, der mir vage aus einem Godzilla-Film bekannt ist, wo er im Maul des Monsters endete. Auch mit roter Rückseite (selten).

Hier eine Auflistung der großformatigen Lokomotiven-Quartette von FX Schmid:

  • 1965: Nr. II/76, Titel: TEE 
  • 1966: Nr. II/76, Titel: DB E 03, 2d = DB 10
    – Fehler: 2d = DB 05
    – Werberückseite DEVK
  • 1967: Nr. II/76 52222, Titel: DB E 03, 2d = DB 10
    – Fehler: 2d = DB 05
  • 1968: Nr. 52222, Titel: DB E 03
  • 1969: Piatnik, Nr. 292, Titel: DB E 03
  • 1970: Nr. 52222, Titel: ÖBB 1042.5
  • 1970: Piatnik, Nr. 292, Titel: ÖBB 4010
  • 1971: Nr. 52222, Titel: ÖBB 1042.5
  • 1972: Nr. 52222, Titel: ÖBB 1042.5
    – Titel: Loks, schwarzrotes Logo
    – Titel: Loks, schwarzweißes Logo
  • 1973: Nr. 52222, Titel: Y 0160, Rückseite blau
    – Rückseite rot
  • 1974-75: Nr. 52222, Titel: Y 0160
  • 1976: Nr. 52222, Titel: Y 0160
  • 1977: Nr. 52222, Titel: DB ET 403
  • 1977: Dampfloks, Nr. 52122, Titel: Dampflok, +2 Extra-Karten
    – Titelalternative: 32 Blatt + 2 Extra-Karten

Genau wie das Titelbild wurden die Kartensätze nur alle zwei, drei Jahre geändert. 1969 und 1970 gab es auch Piatnik-Varianten mit gleichen Karten. Als wäre dies noch nicht kompliziert genug, unterscheiden sich die verschiedenen Auflagen eines Jahrgangs teilweise in den Blautönen der Rückseiten (Infos zum Teil von Herbert, Quartettportal, Quartettsammler, Quartettwahn und Michael). • Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€

Interview mit einem Quartett-Entwickler (1. Teil)

Karl-Heinz Rummenigge signiert sein Quartettspiel am FX Schmid Messestand

Wilfried Egly (Mitte) mit zwei Kollegen und Karl-Heinz Rummenigge am FX Schmid Messestand

Zu meinem Blogbeitrag über das Superinfo-Spiel bekam ich eine interessante E-Mail eines ehemaligen freien Mitarbeiters von FX Schmid, Herrn Wilfried Egly. Er war damals für die Entwicklung der Superinfo-Zusatzkarten in den FX Schmid Quartetten verantwortlich. Und nicht nur das! Wie sich nach einigem Schriftverkehr herausstellte, hatte er in den 70er- und 80er-Jahren an vielen bekannten Spielen von FX Schmid, ASS und Pelikan mitgearbeitet. Freundlicherweise hat sich Herr Egly zu einem ausführlichen Interview bereit erklärt, das einen tollen Einblick in die Quartett-Entwicklung dieser Zeit gibt! (Bilder von Herrn Egly.)
Quartettblog: Wie sind Sie Anfang der 70er als freier Mitarbeiter zu FX Schmid gekommen?
Wilfried Egly: Nach meiner Tätigkeit bei Ravensburger in der Produktentwicklung habe ich mich selbständig gemacht und benötigte für diverse Spiele und Puzzles für Kunden einen Hersteller und kam so in Kontakt mit Herrn Schmid bei F.X. Schmid in München. Meine fachliche Qualifikation, Schriftsetzermeister und Studium angewandte Grafik, führte dazu, daß ich als freier Mitarbeiter im Münchner Büro zu arbeiten begann.
Quartettblog: Haben Sie da an Quartetten mitgearbeitet?

Zwei FX Schmid Bundeswehr-Quartette 1976 und 1977

Egly: In erster Linie war ich für die verschiedensten Aufgaben im Spielebereich zuständig. Das reichte von Kalkulationen über technische Zeichnungen für Kartonagen und Displays, Musterfertigungen, Prospekte, Anzeigen, Messebau bis hin zu Andruck-Korrekturen. Außerdem entwarf ich zahlreiche Spiele im Kinderbereich. Einige erhielten die Auszeichnung ‚Spiel gut‘. Zu den Aufgaben gehörten natürlich auch die Quartette dazu. Innerhalb des Gesamtprogramms waren sie allerdings nur ein kleiner Teilbereich, der sich dann noch in den Auto- und Technik-Bereich und den der Kinderquartette aufteilte. Hier war der Anteil Gestaltung und Grafik naturgemäß umfangreicher. Die Arbeit an den Technik-Quartetten erfolgte durch einen Mitarbeiter und mich. War für mich natürlich eine Sache, in die ich mich erst so nach und nach einarbeiten musste.
Quartettblog: Haben Sie auch die Grafik für die Spiele gemacht?

Fachanzeige 1977

Egly: Von Grafik kann man hier nicht sprechen. Es ergaben sich immer nur mal neue Layouts, da sich das Firmenlogo mehrfach änderte und auch auf die Quartette übertragen wurde. 1973 wurde beschlossen, den Titel deutlicher in Textform oben auf der Karte zu präsentieren. Die Arbeit an den Kinderquartetten war wesentlich umfangreicher, nicht zuletzt durch die vielen Comicthemen, und hier ergaben sich viele Grafikaufgaben, die auch Displaygestaltung, Prospekte und Anzeigen betrafen. 1977 kam dann die Entscheidung, den Quartetten ein ganz neues Aussehen mit dem Emblem Super-Trumpf und eingebautem Firmenlogo zu geben. Für die Quartette entstanden natürlich auch diverse Anzeigen für Fachzeitschriften und Aussendungen.
Quartettblog: Wie entstanden die Quartette, woher kamen die Ideen, die Bilder und die technischen Angaben?

Fensterdekoration am Stand auf der Int. Spielwarenmesse in Nürnberg, 1978

Egly: Grundlage waren immer zunächst die bisherigen Quartette. Bei internen Besprechungen wurden die Planungen für das kommende Jahr diskutiert. Neue Titel wurden geplant oder Änderungen bei bestehenden Quartetten. In aller Regel erfolgte dann im Herbst die Entscheidungen auch für die Quartette. Das Bildmaterial wurde bei freien Fotografen angefragt aber z.B. auch bei Herstellern. Oft war das Bildmaterial in einem Quartett von verschiedenen Fotografen. Das Bild-/Vorlagenmaterial reichte von Kleinbild über Mittel- und Großformat bis hin zu Fotos oder Prospekten. Ich unterhielt damals ein kleines Archiv mit Schwerpunkt Militär, Eisenbahn und Luftfahrt sowie Blumen, Alpenblumen, Pilze und Zootiere, so daß das eine oder andere Foto Verwendung fand. Ich war regelmäßig auf der Luftfahrtschau in Hannover, der IAA in Frankfurt und bei den größeren Manövern in Deutschland mit Bundeswehreinheiten unterwegs. Die Daten wurden mitunter von den Fotografen mitgeliefert, aber man musste natürlich auch Fachzeitungen, Händler oder Produzenten zu Rate ziehen. Wichtig war vor allem auch die Berechnung und Festlegung der Bildausschnitte.
Quartettblog: Wissen Sie noch, wo die Autobilder und -daten für das Sammelquartett „Die tollsten Oldtimer“ herkamen? Und haben Sie auch bei den SST-Quartetten mitgearbeitet?
Egly: Das kann ich Ihnen heute nicht mehr sagen. Wahrscheinlich waren die Daten beim Bildmaterial dabei. Aber es ist auch sehr hilfreich, wenn man über viel Fachliteratur verfügt und so Daten recherchieren kann. Alle Quartette, auch die Oldtimer- oder die SST-Karten gehörten zu unserer Tätigkeit entsprechend der Notizen dazu. Bei den SST-Karten kam natürlich viel bereits vohandenes Bildmaterial zum Einsatz.
8 Superinfo-Spielkarten

Einige Superinfo-Karten, ca. 1980

Quartettblog: Sie haben ja auch die Superinfo-Karten entwickelt – waren diese Zusatzkarten ihre Idee? Was war Ihnen dabei wichtig?
Egly: Bei einer der anfallenden Besprechungen habe ich als Zusatzkarten die Info-Karten vorgeschlagen und einige Entwürfe dazu gemacht. Die Quartette haben ja als Bestandteil Informationen über Fahrzeuge und deren Daten. Ich wollte mit den Info-Karten mehr Informationen zu den jeweiligen Themen an die Jugendlichen herantragen. Ich muß mich heute selbst noch darüber wundern, wie ich diese Arbeit zustande gebracht habe, zumal damals alles noch über Vorlagenmontagen gemacht werden musste. Allein die Farbangaben für die Lihografieanstalt, heute wäre das mit dem PC wesentlich einfacher. Ursprünglich waren die Karten nur als Sammelkarten gedacht, in jedem Quartett zwei Karten (4 Seiten Info), bei denen es nicht auf die Menge ankam, denn als ‚Quartett‘-Spiel waren sie ja nicht zum Spielen geeignet. Ich denke, daß es ein Fehler meines Nachfolgers war, sie als eigenständiges Spiel ins Programm zu nehmen. Viele Karten wie z.B. Schifffahrt oder Eisenbahn passten da ohnehin nicht rein.
Quartettblog: Dann haben Sie FX Schmid verlassen und einige ASS-Quartette erstellt.
Egly: F.X.Schmid hat 1981 das Büro von München nach Prien ins Werk verlegt. So blieb mir leider nichts anderes übrig, als die Tätigkeit zu beenden. Durch die Spielwarenmesse hatte man ja so manchen Kontakt auch zu Wettbewerbern. So bekam ich von ASS für ein paar Familien-Quartette den Auftrag.

Vom Originalfoto zum großformatigen ASS-Quartett und zur späteren Umsetzung im  kleineren „Profiformat“

Der zweite Teil des Interviews folgt hier –>

Die tollsten Oldtimer (FX Schmid)

Das Extra-Quartett Die tollsten OldtimerFX Schmid o. Nr. • 1977 • Titel: Mercedes-Benz Typ 770 „Großer Mercedes“ • Während Hauptkonkurrent ASS zur Saison 1977 wieder den langweiligen Blitztrumpf herausholte, hatte FX Schmid eine deutlich bessere Idee, um seine Quartette ans Kind zu bringen: Den Spielen wurden Karten für sogenannte „Extra-Quartette“ beigelegt, die man nicht im Laden kaufen konnte. So gehören zu jedem Spiel des 77er-Jahrgangs zwei bestimmte Extrakarten plus jeweils das Deckblatt, auf dessen Rückseite eine Sammelliste abgedruckt ist. Für ein vollständiges Extra-Quartett mit 32 Karten muss man folglich 16 Spiele kaufen.

Luxus zum Sammeln

Die Sammelei lohnt sich aber. Die Karten des abgebildeten Oldtimerquartetts gehören sicher zu den Schönsten, die je von FX Schmid veröffentlicht worden sind. Und: Soweit ich weiß, findet sich kein einziges Foto davon in irgendeinem anderen Quartett wieder! Enthalten sind luxuriöse Klassiker im Querformat, vom geradlinigen Lincoln Continental über „Barockengel“ BMW 502 und Bugatti Typ 57 C Atalante mit ihren wundervoll geschwungenen Formen bis zum Stromlinien-Tatra 87. Dazu kommen weitere  Automobil-Legenden der Vorkriegszeit wie Packard V12, Bentley 3-Liter, Maybach W5 und schließlich ein Benz Spider von 1902. Dieser hochherrschaftliche Fuhrpark bildet somit eine gute Ergänzung zum regulären Quartett Sportwagen Stars von 1977, Titel Bugatti Typ 43, Nr. 58222, das eher die sportlichen Oldies enthält.

Auch heute noch erfordert es einigen Aufwand, das Sammelquartett zu komplettieren. Denn manche der 77er-Spiele sind relativ selten (etwa Lokomotiven) und dann fehlen die  Extrakarten noch sehr häufig. Ich hab schon gesehen, dass einzelne Extrakarten für zehn Euro bei ebay weggingen… Parallel erschien ein zweites Sammelquartett: Grand-Prix-Renner, Titel Ferrari 312 T2 – weniger ungewöhnlich, aber doch das einzige großformatige Formel-Rennwagen-Quartett von FXS. Danke an Michael und Reinhard für Fotos. • Seltenheit: ◊◊◊◊-◊◊◊◊◊ Wert: €€€€€€ (jeweils komplett)