Interview mit einem Quartett-Entwickler (2. Teil)

Hier nun der zweite Teil des Interviews mit Wilfried Egly, der nach seiner Zeit als freier Mitarbeiter bei FX Schmid zu Pelikan wechselte. Hier gehts zum ersten Teil –>

Verkaufsdisplay für Pelikan-Quartettspiele

Pelikan-Verkaufsdisplay 1982

Quartettblog: Für 1982 haben Sie bei Pelikan einige besonders schöne Spiele entwickelt. An welchen Spielen haben Sie mitgewirkt?
Wilfried Egly: Mitte 1981 erreichte mich der Anruf von Pelikan. Man hatte erfahren, daß ich nicht mehr bei F.X. Schmid arbeitete. Es kam dann zu einem Besprechungstermin in Hannover, bei dem die mögliche Zusammenarbeit besprochen wurde. Der Beginn sollte die komplette Neu-Konzeption des Quartettprogramms sein. Nur zwei Wochen später konnte ich eine Konzeption mit Skizzen und Mustern vorlegen. Die Quartette sollten besser als bisher die Zusammengehörigkeit und auch deutlicher den Hersteller kenntlich machen. Im Regal sollten die Quartette gleich als Pelikan-Produkt zu erkennen sein, was ich mit dem obenstehenden Firmenlogo erreicht habe. Der Titel sollte unbeeinflusst vom Foto erkennbar sein.

Bei den Kartengestaltung erinnerte ich mich an die Info-Karten und begann zu überlegen, was man hier ändern könnte.

Deckblatt und Spielkarten eines Pelikan-Quartettspiels

Pelikan Super-Technik Quartett Tolle Autos

Das Ergebnis war eine Erhöhung von 6 auf 12 Daten, eine Menge die es bis dahin nie gegeben hat, der besseren Lesbarkeit wegen nicht mit Tabellenlinien, sondern mit farblich unterschiedlichen Blauflächen unterlegt. Außerdem mit noch zwei Zeilen zusätzlicher Info. Dieser Datenblock auf den Karten ist sozusagen mein Fingerabdruck auf Quartetten geworden. Ganz überraschend geriet Pelikan in finanzielle Schwierigkeiten und hat den ganzen Bereich Freizeit und Familie mit allen Spielen und auch den Quartetten eingestellt. Der Druck und die Abrechnung mit Pelikan wurde vom Insolvenzverwalter genehmigt. Die Quartette von Pelikan gingen nach einer Honorarzahlung in das Eigentum von Berliner Spielkarten über.
Quartettblog: Viele der von Ihnen entwickelten Quartette wurden später von anderen Marken weitergeführt, hatten Sie damit noch etwas zu tun?
Egly: Ich hatte danach andere Betätigungsfelder. Erst in diesem Jahr habe ich mich, ausgelöst durch einige Fragen eines Sammlers, mit Quartetten beschäftigt. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, daß die meisten meiner Quartette mit Ausnahme der Titelbilder, unverändert über Jahre von Berliner Spielkarten gedruckt wurden. Einige Titel sogar unter Schmidt Spiele und ASS. Nur wenige Quartette wurden komplett mit Bildern und Daten neu zusammengestellt. Sogar Titel, die seinerzeit bei Pelikan für die Folgeserie geplant waren, wurden von Berliner gedruckt. Sie hatten ja auch alle Unterlagen von Pelikan.

Schwarzer-Peter-Spiele zum Thema Berufe

Peilkan Schwarzer-Peter-Spiel und spätere Nachdrucke

Ein von mir gezeichnetes Schwarzer-Peter-Spiel wurde von Berliner mit fünf verschiedenen Deckblättern über viele Jahre hinweg gedruckt und ist heute, nach fast 40 Jahren bei ASS, Thüringen, noch im Programm.
Quartettblog: Es klingt für mich nach einem wirklich tollen Job. Hat es Ihnen Spaß gemacht? Haben Sie Lieblingsquartette? Freuen Sie sich darüber, dass viele ehemaligen Käufer die alten Quartette in schöner Kindheitserinnerung haben und sammeln?
Egly: In der Spielzeugindustrie zu arbeiten, war wirklich eine schöne Sache, zumal ich auch mit anderen Bereichen wie Holzspielzeug, Krippenbau, Modellbau u. a. zu tun hatte. Lieblingsquartette habe ich keine. Meine Kindheitserinnerungen sind ganz anders geprägt. Die Autoquartette kamen ja erst richtig in den 60ern auf den Markt, da war ich schon in der Lehre und hatte ganz andere Interessen. Ich habe noch einen Großteil meines Spielzeugs und da gehören natürlich auch ein paar Quartette dazu. In Verbindung zu meinen Kinderbüchern habe ich einige Quartette wie Salamander, Mecki, Bambi, Petzi, Rote Zora etc. und eine kleine Sammlung mit Märchenquartetten. Ich kann mich schon auch für das eine oder andere Auto begeistern, aber Auto-Freak war ich nie.

Pelikan Naturkompass Quartett Tiere

Quartettblog: Was war Ihnen bei „Ihren“ Quartetten besonders wichtig?
Egly: Die Gelegenheit, ein komplettes Programm neu zu erstellen, hat man ja nur ganz selten. Wie schon erwähnt, war mir wichtig mehr Informationen auf die Karten zu bringen. Dies ist mir mit meinen Quartetten im Tier-/Natur-Programm von Pelikan sogar noch besser gelungen. Auch hier gab es bislang keine Quartette, die so viel Informationen boten. Wenn von Lieblingsquartetten gesprochen werden kann, sind es meine 4 Naturkompaß Quartette. Auch diese Quartette wurden über Jahre von Berliner nachgedruckt.
Quartettblog: Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit einem Quartett-Entwickler (1. Teil)

Karl-Heinz Rummenigge signiert sein Quartettspiel am FX Schmid Messestand

Wilfried Egly (Mitte) mit zwei Kollegen und Karl-Heinz Rummenigge am FX Schmid Messestand

Zu meinem Blogbeitrag über das Superinfo-Spiel bekam ich eine interessante E-Mail eines ehemaligen freien Mitarbeiters von FX Schmid, Herrn Wilfried Egly. Er war damals für die Entwicklung der Superinfo-Zusatzkarten in den FX Schmid Quartetten verantwortlich. Und nicht nur das! Wie sich nach einigem Schriftverkehr herausstellte, hatte er in den 70er- und 80er-Jahren an vielen bekannten Spielen von FX Schmid, ASS und Pelikan mitgearbeitet. Freundlicherweise hat sich Herr Egly zu einem ausführlichen Interview bereit erklärt, das einen tollen Einblick in die Quartett-Entwicklung dieser Zeit gibt! (Bilder von Herrn Egly.)
Quartettblog: Wie sind Sie Anfang der 70er als freier Mitarbeiter zu FX Schmid gekommen?
Wilfried Egly: Nach meiner Tätigkeit bei Ravensburger in der Produktentwicklung habe ich mich selbständig gemacht und benötigte für diverse Spiele und Puzzles für Kunden einen Hersteller und kam so in Kontakt mit Herrn Schmid bei F.X. Schmid in München. Meine fachliche Qualifikation, Schriftsetzermeister und Studium angewandte Grafik, führte dazu, daß ich als freier Mitarbeiter im Münchner Büro zu arbeiten begann.
Quartettblog: Haben Sie da an Quartetten mitgearbeitet?

Zwei FX Schmid Bundeswehr-Quartette 1976 und 1977

Egly: In erster Linie war ich für die verschiedensten Aufgaben im Spielebereich zuständig. Das reichte von Kalkulationen über technische Zeichnungen für Kartonagen und Displays, Musterfertigungen, Prospekte, Anzeigen, Messebau bis hin zu Andruck-Korrekturen. Außerdem entwarf ich zahlreiche Spiele im Kinderbereich. Einige erhielten die Auszeichnung ‚Spiel gut‘. Zu den Aufgaben gehörten natürlich auch die Quartette dazu. Innerhalb des Gesamtprogramms waren sie allerdings nur ein kleiner Teilbereich, der sich dann noch in den Auto- und Technik-Bereich und den der Kinderquartette aufteilte. Hier war der Anteil Gestaltung und Grafik naturgemäß umfangreicher. Die Arbeit an den Technik-Quartetten erfolgte durch einen Mitarbeiter und mich. War für mich natürlich eine Sache, in die ich mich erst so nach und nach einarbeiten musste.
Quartettblog: Haben Sie auch die Grafik für die Spiele gemacht?

Fachanzeige 1977

Egly: Von Grafik kann man hier nicht sprechen. Es ergaben sich immer nur mal neue Layouts, da sich das Firmenlogo mehrfach änderte und auch auf die Quartette übertragen wurde. 1973 wurde beschlossen, den Titel deutlicher in Textform oben auf der Karte zu präsentieren. Die Arbeit an den Kinderquartetten war wesentlich umfangreicher, nicht zuletzt durch die vielen Comicthemen, und hier ergaben sich viele Grafikaufgaben, die auch Displaygestaltung, Prospekte und Anzeigen betrafen. 1977 kam dann die Entscheidung, den Quartetten ein ganz neues Aussehen mit dem Emblem Super-Trumpf und eingebautem Firmenlogo zu geben. Für die Quartette entstanden natürlich auch diverse Anzeigen für Fachzeitschriften und Aussendungen.
Quartettblog: Wie entstanden die Quartette, woher kamen die Ideen, die Bilder und die technischen Angaben?

Fensterdekoration am Stand auf der Int. Spielwarenmesse in Nürnberg, 1978

Egly: Grundlage waren immer zunächst die bisherigen Quartette. Bei internen Besprechungen wurden die Planungen für das kommende Jahr diskutiert. Neue Titel wurden geplant oder Änderungen bei bestehenden Quartetten. In aller Regel erfolgte dann im Herbst die Entscheidungen auch für die Quartette. Das Bildmaterial wurde bei freien Fotografen angefragt aber z.B. auch bei Herstellern. Oft war das Bildmaterial in einem Quartett von verschiedenen Fotografen. Das Bild-/Vorlagenmaterial reichte von Kleinbild über Mittel- und Großformat bis hin zu Fotos oder Prospekten. Ich unterhielt damals ein kleines Archiv mit Schwerpunkt Militär, Eisenbahn und Luftfahrt sowie Blumen, Alpenblumen, Pilze und Zootiere, so daß das eine oder andere Foto Verwendung fand. Ich war regelmäßig auf der Luftfahrtschau in Hannover, der IAA in Frankfurt und bei den größeren Manövern in Deutschland mit Bundeswehreinheiten unterwegs. Die Daten wurden mitunter von den Fotografen mitgeliefert, aber man musste natürlich auch Fachzeitungen, Händler oder Produzenten zu Rate ziehen. Wichtig war vor allem auch die Berechnung und Festlegung der Bildausschnitte.
Quartettblog: Wissen Sie noch, wo die Autobilder und -daten für das Sammelquartett „Die tollsten Oldtimer“ herkamen? Und haben Sie auch bei den SST-Quartetten mitgearbeitet?
Egly: Das kann ich Ihnen heute nicht mehr sagen. Wahrscheinlich waren die Daten beim Bildmaterial dabei. Aber es ist auch sehr hilfreich, wenn man über viel Fachliteratur verfügt und so Daten recherchieren kann. Alle Quartette, auch die Oldtimer- oder die SST-Karten gehörten zu unserer Tätigkeit entsprechend der Notizen dazu. Bei den SST-Karten kam natürlich viel bereits vohandenes Bildmaterial zum Einsatz.
8 Superinfo-Spielkarten

Einige Superinfo-Karten, ca. 1980

Quartettblog: Sie haben ja auch die Superinfo-Karten entwickelt – waren diese Zusatzkarten ihre Idee? Was war Ihnen dabei wichtig?
Egly: Bei einer der anfallenden Besprechungen habe ich als Zusatzkarten die Info-Karten vorgeschlagen und einige Entwürfe dazu gemacht. Die Quartette haben ja als Bestandteil Informationen über Fahrzeuge und deren Daten. Ich wollte mit den Info-Karten mehr Informationen zu den jeweiligen Themen an die Jugendlichen herantragen. Ich muß mich heute selbst noch darüber wundern, wie ich diese Arbeit zustande gebracht habe, zumal damals alles noch über Vorlagenmontagen gemacht werden musste. Allein die Farbangaben für die Lihografieanstalt, heute wäre das mit dem PC wesentlich einfacher. Ursprünglich waren die Karten nur als Sammelkarten gedacht, in jedem Quartett zwei Karten (4 Seiten Info), bei denen es nicht auf die Menge ankam, denn als ‚Quartett‘-Spiel waren sie ja nicht zum Spielen geeignet. Ich denke, daß es ein Fehler meines Nachfolgers war, sie als eigenständiges Spiel ins Programm zu nehmen. Viele Karten wie z.B. Schifffahrt oder Eisenbahn passten da ohnehin nicht rein.
Quartettblog: Dann haben Sie FX Schmid verlassen und einige ASS-Quartette erstellt.
Egly: F.X.Schmid hat 1981 das Büro von München nach Prien ins Werk verlegt. So blieb mir leider nichts anderes übrig, als die Tätigkeit zu beenden. Durch die Spielwarenmesse hatte man ja so manchen Kontakt auch zu Wettbewerbern. So bekam ich von ASS für ein paar Familien-Quartette den Auftrag.

Vom Originalfoto zum großformatigen ASS-Quartett und zur späteren Umsetzung im  kleineren „Profiformat“

Der zweite Teil des Interviews folgt hier –>

Quartettsammlung zu verkaufen!

Quartettblog-Leserin Simone aus der Schweiz möchte ihre Quartettsammlung abgeben. Von uralten Quartettraritäten bis zu aktuellen TopAss-Trumpfspielen ist einiges dabei. Klick dich durch. Natürlich sollte die Sammlung möglichst kompett weggehen, notfalls aber euch einzeln. Hier eine Liste als PDF zum Download: Liste Spiele. Bei Interesse schreib eine Mail an chris (punkt) reisse (at) gmx (punkt) de oder einfach einen Kommentar – ich leite die Anfrage dann gerne weiter!

Autocross-Quartett Foto-Andruckbogen

Ein Andruckbogen eines alten Autoquartetts mit allen FotosZum letzten Blogbeitrag, dem Berliner Autocross-Quiz-Quartett, kann ich hier ein interessantes Unikat vorstellen: einen Andruckbogen, der ausschließlich die Fotos der Spielkarten enthält. Dieser Bogen im Format 51 x 37 cm wurde von der Druckerei angefertigt, damit Verlag und Fotograf überprüfen konnten, wie die eingescannten Bilder beim Vierfarbdruck auf original Spielkarten-Karton aussehen würden.

Originaldia eines alten CrossautosFür die Fotos wurde Diafilm verwendet. Auf angehängten Zetteln hat der Fotograf Thomas Dirk Heere unter anderem vermerkt, wie das jeweilige Gefährt heißt, gelegentlich auch einen Hinweis an die Druckerei, das Bild beim Scan aufzuhellen. Die technischen Angaben zu den Fahrzeugen kamen von einem separaten Manuskript. Wenn die Bilder geprüft und der Text gesetzt war, wurde eine Druckvorlage erstellt. Alle 32 Karten des Kartensatzes wurden von einem Bogen gedruckt und dann geschnitten.

Ein Quartett-Andruckbogen mit DiasHöchstwahrscheinlich wurde die Titelkarte bei den Quiz-Quartett-Serien separat gedruckt. Denn das Kartonmaterial hat einen anderen Glanz und scheint mir etwas stabiler zu sein, was bei der Ausstanzung sicher auch nötig ist. Bei vielen anderen Berliner Quartetten stammen Deckblatt und Kartensatz aber offensichtlich vom gleichen Druckbogen, was man gut anhand von identischen Rückseitenfarben sehen kann. (Detailbilder von Thomas Dirk Heere)

10 Jahre Quartettblog!

Homepage kurz nach dem Blog-Start

Die erste Quartettblog-Jahrzehnt ist geschafft! Irgendwie bin ich selbst erstaunt, dass mich dieses kombinierte Hobby Quartettsammeln und Blogschreiben schon so lange beschäftigt. Erfreulicherweise finden sich auch immer noch genug Leser – einige davon sind ebenfalls seit vielen Jahren dabei. Darum an dieser Stelle ein besonders dickes Dankeschön an alle Leser, Kommentatoren und Mail-Schreiber, die dem Quartettblog schon so lange die Treue halten. Toll, dass es euch gibt!

Von Anfang an war es mir wichtig, die mitunter trockenen Fakten zu den Spielen mit nostalgischen Betrachtungen rund um die Technikhistorie zu beleben. Schließlich konserviert ein Quartett ein bisschen was von der damaligen kindlichen Begeisterung für alles, was einen Motor hat. Darum hoffe ich, du fühlst dich hier auch dann gut unterhalten, wenn du nicht jeden Druckfehler auf der Deckblattrückseite eines 50 Jahre alten Sportwagen-Quartetts relevant findest … Andererseits macht es schon Spaß, nerdige Detail-Diskussionen in den Kommentaren zu führen, neue Unterarten zu identifizieren und eine Erstbeschreibung vorzunehmen, nicht anders als ein Käferforscher in Costa Rica.

Und passend zum Thema hier noch ein paar technische Angaben. 10 Jahre Quartettblog, das sind …

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Tja, ich hoffe, du findest auch weiterhin einen guten Grund, auf dieser Website herumzustöbern. Bis demnächst!

Film ab: „Le Mans 66“

Gestern in O.m.U. im Kino gesehen und war schwer begeistert!

Wer es noch nicht mitgekriegt hat, es geht um das Duell von Ford vs. Ferrari um den Sieg in Le Mans. Der Film hat zwar ein paar historische Ungenauigkeiten, aber dank grandioser Darsteller (speziell Tracy Letts als Henry Ford II und Christian Bale als verhinderter Le Mans Sieger Ken Miles),  tollen Dialogen und rasanter Rennszenen mit diversen Quartett-Autos ein Klassefilm!

Interview mit einem Quartettsammler

Wie kommt man zum Quartette sammeln? Wieviel haben die Spiele früher gekostet? Wie entstand der Quartettblog? Wie lange dauert es, einen Artikel zu verfassen? Und was steht ganz oben auf meiner Autoquartett-Wunschliste?

Antworten gebe ich in einem ausführlichen Telefoninterview zum Thema Quartette für Stefans Interview-Reihe „Talk about you“. Vielleicht ganz interessant – man möge mir manche Ungenauigkeit nachsehen und dass ich an einer Stelle Borgward und BMW verwechselt habe. Das Interview gibts als YouTube-Video oder auch als Podcast, z.B. bei Spotify. Viel Spaß…!

Kulturfestival sucht Autoquartett-Sammler!

Das Autoquartett scheint nun endgültig in den höheren Sphären der Kunst- und Kulturszene angekommen zu sein. Beleg dafür ist eine Anfrage vom Internationalen Performancefestival „Wunder der Prärie“ an den Quartettblog. Für die Diskursreihe „Autoquartett – Gespräche zur aktuellen Verkehrslage“ rund um die Kulturgeschichte des Autos wird ein passionierter Autoquartett-Sammler gesucht.  Er (oder sie) soll mit dem Publikum eine moderierte Runde Quartett spielen, ein Interview zum Lieblingsquartett geben und vielleicht sogar einige Ausstellungsstücke beisteuern. Klingt ganz amüsant, finde ich, zumal ggf. Reisekosten, Unterkunft und vielleicht auch eine Aufwandsentschädigung drin sind… Wer also vom 20. bis 24. September Zeit hat und idealerweise in der Nähe von Mannheim wohnt, möge sich beim Kurator Sebastian Bauer unter <seb-bauer@gmx.de> melden!  Infos auch hier: www.zeitraumexit.de

Einladung zum Quartettsammler-Treffen 2019

Zum mittlerweile 17. Mal wird zum Jahrestreffen der Quartettsammler eingeladen. Die diesjährige Ausgabe der Veranstaltung findet vom 23. bis 25.8. in Mainz statt. Infos zum Programm findest du auf dem Flyer oben. Besonders möchte ich auf einen Vortrag von Reinhard hinweisen, der eigens eine kleine Umfrage zum Thema „Unterbringung der Quartettsammlung“ durchgeführt hat. Zusätzlich zu den Vorträgen gibt es eine kleine Tauschbörse und natürlich die Möglichkeit zum Fachsimpeln. Leider hab ich es selbst noch nie zu einem dieser Treffen geschafft, aber es soll sich immer sehr lohnen. Also, viel Spaß!

9 Jahre Quartettblog!

Der Quartettblog feiert jetzt sein 9. Jubiläum! Für mich ist das wie stets ein guter Anlass, dir und den vielen anderen Lesern Danke zu sagen. Denn ohne interessierte Leser und engagierte Kommentatoren macht das Schreiben doch keinen Spaß!

Im Jubiläumsbeitrag vom letzten Jahr hab ich mich über die neue Datenschutz-Grundverordnung und deren Konsequenzen für viele Betreiber kleiner Webseiten ausgelassen. Zum Glück kam es bislang nicht zur befürchteten Abmahnwelle. Vielleicht setze ich also künftig wieder das datenschutzrechtlich problematische Facebook-Like unter die Artikel. Apropos Facebook: Auf meiner fb-Seite Autoquartett veröffentliche ich immer mal wieder Quartettfotos und -infos, die nicht in diesem Blog auftauchen. Du kannst ja mal reinschauen.

Statt der gewohnten Jubiläums-Top-Ten der Beiträge möchte ich stellvertretend einige Menschen nennen, die sich in den vergangenen 12 Monaten besonders ums Quartettsammeln verdient gemacht haben: Andreas, der  einen riesigen Online-Katalog auf die digitalen Beine gestellt hat, Herbert für die Ausgrabung eines wichtigen Artefakts der Quartettgeschichte, Christian für das erste richtige Sachbuch zum Thema Quartett, Klaus für seine unermüdlichen ASS-Katalog-Veröffentlichungen, mehreren kreativen Independent-Quartettmachern und schließlich auch den mir unbekannten Managern von ASS und Ravensburger, die tatsächlich neue Quartettlinien in die Spielzeugläden gebracht haben (nachdem ich schon annahm, mit den 2015er-Ausgaben hätte sich das Thema Autoquartett für die beiden Großen der Branche erledigt).

Gute Gründe also, mit weiterhin viel Freude ins zehnte Quartettblog-Jahr zu starten!