Der ASS-Quartettkatalog 1970 von Klaus Dünker

Der Quartettkatalog band 6 von 1970 von Klaus Dünker im Lärchenverlag mit vielen Autoquartetten, Ausmalquartetten und dem Carrera-QuartettLärchenverlag ISBN 978-3-9816245-9-5 • 2017 • Titel: ASS Carrera-Quartett 3608 • Der 6. ASS-Quartettkatalog von Klaus Dünker ist da! Der neue, gut 200 Seiten starke Band beschäftigt sich ausschließlich mit dem Jahr 1970, dem Jahr, in dem die ASS-Bestellnummern vierstellig wurden. Gegliedert nach den verschiedenen Reihen – technische Quartette, Wild-West, Ausmalreihe usw. – zeigt der Katalog alle Spiele des Jahres auf über 1.200 Bildern. Der Autor orientiert sich hierbei unter anderem an den Händler-Preislisten und verzichtet daher erstmal auf jene Blitztrumpf-Quartette, die in diesen Prospekten noch nicht in endgültiger Form aufgelistet sind. Aber auch ohne diese bekannten Spiele bietet der Katalog genug spannendes Anschauungsmaterial – etwa die sechs Fernseh-/Wild-West-Spiele wie Colts und Indianer, das rare Pfadfinder-Quartett, „Große der deutschen Wirtschaft“ (fehlt mir noch!), das begehrte Carrera-Quartett (dito) sowie einige nicht-quartettige Kartenspiele wie das hier unten abgebildete Autospiel.

Hier 6 Beispielseiten zum Anklicken:

Und wie die Vorgänger glänzt auch dieser Band wieder mit hervorragender Gestaltung und hohem Informationsgehalt. Zu empfehlen! Der Katalog ist beim Autor oder bei ebay erhältlich: www.laerchen-verlag.de.

 

Auto-Quartett – Auto Quartet (ASS)

Diese Autoquartett-Rarität mit Nr. ASS 616 E in deutsch und englisch von 1963 mit Ford Taunus 12 M und karierter Rückseite enthält Mercedes 300 SL Roadster, Fiat 500, Citroen DS 19 und Opel Kadett A.ASS 616 E • 1963 • Titel: Ford Taunus 12 M • Nach gut fünfeinhalb Jahren Quartettblog wird es wohl Zeit für eine Übersicht über DIE Reihe für Quartettsammler schlechthin, die legendären farbigen ASS-Autoquartette mit Nr. 616! Diese Ausgabe von 1963 gehört nun nicht zu den aller-wertvollsten Exemplaren, aber macht ja nix: wunderbar, ein solches Sammlerstück in Händen zu halten. Trotz des Alters sind die Farben saftig und kraftvoll, die Druckqualität erstaunlich hoch. Die 36 Karten zeigen Berühmtheiten aller Klassen: von Mercedes 300 SL Roadster, Jaguar E und Rolls-Royce Silver Cloud bis runter zu Opel Kadett A und Fiat 500. Interesse verdienen auch einige barocke Straßenkreuzer wie Opel Kapitän und Facel Vega sowie der DKW Junior mit seinem traurigen Blick. Sehr schön! Diese Ausgabe hat deutschen und englischen Text, wie bei den anderen 616er-Spielen existiert eine deutsch-französische Version mit Nr. 616 F. Die Box ist bei meiner Ausgabe rot und hat zwei kleine Stege innen.

Hier eine Auflistung der 616er-Autoquartette im Farbdruck:

  • 1957: Titel BMW 507 in Farbe (als E und F-Version)
  • 1958: Titel Porsche 1500 GS Carrera (als E und F-Version)
  • 1959: Titel Borgward Isabella (als E und F-Version, äußerst rar)
  • 1960: Titel Lloyd Arabella (als E und F-Version)
  • 1961: Titel Ford Taunus 17 M (vermutlich nur E-Version, äußerst rar)
  • 1962: Titel Mercedes-Benz 220 SE Coupé (als E und F-Version)
  • 1963: Titel Ford Taunus 12 M (als E und F-Version)
  • 1964: Titel Mercedes-Benz 600 (als E und F-Version)
  • 1965: Titel Opel Admiral (in Normal- und in Geschenkbox)
  • 1966: Titel BMW 2000 CS (in Normal- und in Geschenkbox)
  • 1967: Titel NSU Ro 80 (in Normal- und in Geschenkbox)

Die früheren Schwarzweiß-Ausgaben sind hier aufgelistet. 1968 erschien noch ein Nachfolgequartett mit der Nr. 679: Autos, Titel Citroen DS 21. Eine ausführliche Darstellung dieser teilweise über 700 Euro teuren Quartettraritäten findet ihr auf Reinhards Webseite quartettsammler.de und in den Katalogen von Klaus Dünker. Viel Erfolg bei der Jagd! • Seltenheit: ◊◊◊◊ Wert: €€€€€€

Ausstellungs-Tipp: Quartette im Museum

Als ob Wien im Advent mit seinen romantischen Weihnachtsmärkten nicht schon attraktiv genug wäre, setzt die Stadt dieses Jahr noch eins drauf: Am 26. November 2016 wird im Technischen Museum Wien eine Sonderausstellung zum Thema Quartett eröffnet! Unter dem Motto „Ein Ferrari in der Kunststoffbox“ geht es um die Geschichte, kulturelle Bedeutung und Vielfalt des Quartettspiels, speziell natürlich um die technischen Quartette. Mit Sicherheit empfehlenswert! Hier ein Link zum Museum. Danke für die Info an Xatrixx, den Betreiber des österreichischen Quartette-Forums!

Prototypen (FX Schmid) d

Das FX Schmid Autoquartett Prototypen Nr. 53922 enthält Stylingstudien vom Genfer Autosalon wie Bertone Runabout, Pininfarina Modulo, BMW Turbo, Lotus Esprit, Lamborghini Countach und Elektroautos.FX Schmid 53922 • 1973 • Titel: BMW Turbo • Als Fan des 60er- und 70er-Jahre-Autodesigns in seiner unverwässerten Form kommt man um die wunderbaren Prototypen-Quartette von FX Schmid nicht herum. Denn soviele bahnbrechende Stylingstudien gibt es in kaum einem anderen Quartett zu sehen. In dieser Ausgabe sind gleich mehrere Modelle in echten Fotos dabei, die in früheren Jahrgängen noch als colorierte Bilder enthalten waren, etwa der spektakuläre Pininfarina Modulo. Der BMW Turbo vom Deckblatt war übrigens Vorbild für den BMW M1, Deutschlands Supercar der späten 70er! Mittlerweile habe ich alle sechs Spiele im Großformat.

Aus Spaß nun eine vergleichende Übersicht aller Spiele der Reihe:

Die 6 Prototypen-Autoquartette von FX Schmid München, Nr. 53922, zeigen Stylingstudien der Autodesigner wie Pininfarina und Bertone etwa auf dem Turiner Salon oder Genfer Salon.

1969: Titel Manta Bizzarini. Die erste Ausgabe mit 36 Karten, ausschließlich mit colorierten Bildern. Immerhin 17 Karten sind einzigartig, unter anderem eine grandiose Cadillac-Studie von Raymond Loewy. Der Ghia Rowan Elektro-Stadtwagen hat hier noch die GB-Flagge. Einer der ersten Quartettblog-Beiträge! Seltenheit: ◊◊-◊◊◊ Wert: €€

1970: Titel Bertone Runabout. Ab jetzt haben die Spiele nur noch 32 Karten. Die meisten der 13 neuen Modelle sind im Nachfolger erhalten, nur Moretti Fiat 128  und GM 511 Stadtwagen sind einzigartig. Ansonsten tauchen hier erstmals Design-Klassiker wie Bertone Runabout, Opel CD und Ferrari 512-S Berlinetta auf und der Ghia Elektrowagen hat die US-Flagge bekommen. Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€€

1971: Titel AMC AMX/3. Hinter dem tollen Deckblatt findet man meist den Kartensatz der 1970er-Ausgabe. Der seltenere 1971er-Kartensatz enthält 9 neue Autos, etwa Bertone Stratos und Pininfarina Modulo, die aber allesamt – bis auf das Titelauto – im Nachfolger enthalten sind. Ausgerechnet das Titelmotiv ist allerdings nicht im Spiel selbst zu finden! Bizzarini Manta und Opel CD tauschen hier aus unerfindlichen Gründen die Plätze. Seltenheit: ◊◊◊ bzw. ◊◊◊◊ Wert: €€€-€€€€

1972: Ferrari BB (als Ferrari Z bezeichnet). Erstmals tauchen hier echte Fotos vom Genfer oder Turiner Automobilsalon auf. Es sind 11 neue Karten – doch halt, zum Beispiel den Ferrari P5 gab es schon als coloriertes Bild! 4 Bilder sind einzigartig: De Tomaso 1600, Ital Design Boomerang (ohne technische Angaben!), Bertone Lancia HF (sehr rotstichig) und Pininfarina NSU Ro 80 von vorne. Die Fotos von Ferrari BB und Z sind vertauscht, ein Fehler, der bis zum Ende der Quartettreihe nicht korrigiert wurde. Seltenheit: ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€€

1973: BMW Turbo. Im Vergleich zum Vorgänger 18 neue Karten, allerdings inklusive vier oder fünf Fotos von Autos, die es in früheren Ausgaben als colorierte Bilder gab. Der NSU Ro 80 ist jetzt mehr seitlich abgebildet und wurde woanders einsortiert. Der Boomerang hat nun Daten und einen riesigen Maserati-Dreizack. Leider sind alle neuen Karten im Nachfolger, keine Karte ist einzigartig. Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€€

1974: Autobianchi A 112 Abarth. Das letzte Spiel der Serie war offensichtlich länger in Produktion – meine Ausgaben haben die Druckcodes 1173 und 275. Es enthält 4 neue Karten, die logischerweise auch nur hier zu finden sind: das Titelauto, Bertone Fiat 128, Porsche FLA und Ghia Ford Mustang. Immerhin noch 3 Gefährte sind mit colorierten Bildern dabei. Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€-€€€

Allen Prototypen-Quartetten gemeinsam ist die Kartengestaltung mit etwas Erklärtext in einem Kasten und nur vier Angaben. Die Autos wurden mehr oder weniger nach Hubraum sortiert, die letzten vier Karten sind jeweils Stadtautos. 3 Autos sind  in allen Quartetten zu finden: Ghia Rowan (mit dem gleichen Bild), Ferrari Dino Ginerva und Ferrari Berlinetta P5 (mit unterschiedlichen Bildern). Ach ja, und 1987 erschien noch ein Prototypen-Quartett im Skatformat, Nr. 50123.8, Titel ein bläulicher Kleinwagen mit Flügeltüren (VW Scooter). Dieses Spiel fehlt mir noch.

Die schnellsten Sportwagen (ASS) b

Das ASS-Quartett "Die schnellsten Sportwagen", Nr. 3282/4 ist "Neu mit Blitztrumpf", hat den silbernen Porsche Turbo auf dem Titel sowie Lamborghi Countach, Opel Commodore GSE und BMW 3.0 CSL – ein schönes altes Autoquartett für SammlerASS 3282/4 • 1977 • Titel: Porsche Turbo • Heute krame ich mal wieder ein typisches klassisches Autoquartett der 70er Jahre heraus! Mit dem Porsche Turbo hat ASS das mit Abstand schärfste deutsche Serienfahrzeug dieser Epoche auf den Titel gehievt, der in Punkto Schnelligkeit jedoch von Aston Martin, Ferrari und Lamborghini schlagbar war. Ansonsten wird die schöne Auswahl von etwas gemäßigteren Sportwagen dominiert, etwa Alfa Romeo Montreal, BMW 3.0 CSL, Renault Alpine A 310 oder Datsun 260 Z. Ein feines Spiel, wenn auch ohne Überraschungen, da man die Karten aus vielen weiteren ASS-Spielen kennt. Die Vorgänger-Ausgabe mit dem  Lamborghini Countach auf dem Titel und gleicher Nummer hat sogar einen komplett identischen Kartensatz! Der Unterschied besteht lediglich im Blitztrumpf, der hier auf den Opel Commodore geklatscht wurde. Rückseite auch in Grün und (selten) in Braun. Hier eine Auflistung aller Schnellsten Sportwagen >> • Seltenheit: ◊◊◊ Wert: €€€