Quartettspiele (Edition TMW) – Spitzentrumpf im Buchregal

Das Buch Quartettspiele – Sortierungen eines Zeitvertreibs ist eine Publikation des Technischen Museum WienTechnisches Museum Wien ISBN 978-3-903242-00-5 • 2018 • Erst die Ausstellung, nun das Buch: Zur mittlerweile beendeten Sonderschau zum Thema Quartettspiele hat das Wiener Technikmuseum jetzt eine eigene Publikation herausgegeben. Das 158-Seiten-Werk behandelt das Quartett aus kulturgeschichtlicher und technikhistorischer Sicht und ist damit, wie es die Museumsdirektorin im Vorwort vermeldet, „die erste wissenschaftliche Publikation zum Gesamtphänomen der (Technischen) Quartettspiele“.

Hinter dem etwas sperrigen Titel „Quartettspiele – Sortierungen eines Zeitvertreibs“ steckt jedoch keineswegs ein trockenes Theoriewerk. Im Gegenteil, die meisten Texte sind bestens zu lesen und bieten sowohl interessantes historisches Wissen als auch einige spannende Überlegungen zum gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Umfeld. Außerdem ist fast jede Doppelseite bebildert. (Bilder anklicken)

Und was steht nun konkret drin? „Die Vorgeschichte des Quartettspiels“ beginnt mit den ersten Spielkarten des 14. Jahrhunderts und führt den Leser zum Bildungsspielzeug des 19. Jahrhunderts. „Metamorphosen einer Randerscheinung“ von Ausstellungsleiter Christian Stadelmann beschreibt die folgende Entwicklung und die Blütezeit der 70er Jahre, insbesondere den Wandel zum Schulhofspiel mit seinem Schneller-Stärker-Größer-Spielprinzip. Das Thema Quartettproduktion wird mit Vorlagen von Piatnik und FX Schmid illustriert, die sicher die meisten Sammler noch nie gesehen haben. Drei kürzere Kapitel behandeln weitere Aspekte, etwa wie sich die Entwicklung der Elektrolokomotive im Piatnik-Quartett widerspiegelt oder warum sich eher Jungs für technische Daten begeistern – teilweise im Soziologendeutsch, aber auch ganz interessant. Insgesamt ein tolles Buch und natürlich absolut überfällig! Es ist im Museumsshop erhältlich, soll aber auch irgendwann bei Amazon und im Buchhandel zu bestellen sein (ISBN angeben).

Für den Wunschzettel: 70s Concept Cars (teNeues)

IMG_0931IMG_0933IMG_0932Weihnachten rückt rasant näher und du hast noch Platz auf deinem Wunschzettel? Bevor dir deine Lieben aus Verlegenheit den Tchibo-Nasenhaar-Schneider auf den Gabentisch legen, wünsch dir dieses wunderbare Coffeetable-Buch: 70s Concept Cars von Rainer W. Schlegelmilch. Es zeigt 20 italienische Prototypen, die extremsten, die die späten 60er- und die 70er-Jahre hervorgebracht haben! Marzal, Runabout, Stratos, Carabo, Modulo und einige unbekannte Studien wie Bertone Trapeze (siehe Motor Monster) werden im Großformat und im Detail präsentiert. Zur Dekoration klettern dufte Models auf den meist sehr kantigen Autos herum. Allerdings sind die Damen oft in äußerst geschmacklose Overalls gekleidet, da die Fotos eher in den 80er-Jahren entstanden. Mein Geschenktipp für Quartettblog-Leser! Die technischen Daten: 216 Seiten, regalsprengende 27 x 34 cm, deftige 79,90 €.

Auto-Quartett in Buchform (ASS)

ASS o. Nr. • 1952 • Ohne Titelbild • In einer sehr geringen Auflage wurden die allerersten Auto-Quartette von ASS auch in einer repräsentativen Schachtel in Buchform herausgebracht, teilweise zusammen mit Dichter- und Komponistenquartetten in einer sogenannten Quartettbibliothek. Besonders erfolgreich war das Konzept nicht – und darum ist diese Buch-Box heute auch extrem selten (danke an Johan für Fotos). Nachtrag: Offensichtlich gibt es die Buch-Box auch mit Titelbild, jedenfalls in der 54er-Version (Bild von Sidiru)! • Seltenheit: ◊◊◊◊◊ Wert: €€€€€€

Übrigens, vor ein paar Tagen feierte der Quartettblog den zweiten Geburtstag! Vielen Dank fürs Lesen, „Followen“, Verlinken, Kommentare schreiben und die Infos und  Bilder von Quartetten, die ich bekomme. Hoffe, es macht euch immer noch Spaß, den Blog rund ums Autoquartett zu verfolgen!