Sportautos Super-Mini (FX Schmid)

Das Supermini-Quartett für die Hosentasche von FX Schmid heißt Superautos und hat einen Quizmeisterrahmen, sowie den Porsche RSR auf dem Titel, Opel Manta GT/E, Corvette Sting Ray und Datsun 260 Z.FX Schmid o. Nr. • 1976-77 • Titel: Porsche Turbo RSR • Mit der ersten Supermini-Serie startete FX Schmid ziemlich zeitgleich mit ASS den Trend zum Schrumpf-Quartett. Während die Maxi-Minis von ASS jedoch noch halbwegs gut in der Hand liegen und viele eigenständige Titel beinhalten, sind die Superminis winzig (36 x 56 mm) und bieten bei den Karten wenig Neues. So besteht das vorliegende Sportautos-Quartett komplett aus den ersten 24 Karten von Sportwagen, Nr. 52522, Titel Porsche 911 von ca. 1977! Darunter finden sich immerhin tolle Klassiker wie De Tomaso Pantera, Lamborghini Countach, Corvette Sting Ray, Ferrari BB und Datsun 260 Z. Auch die Optik ist identisch, nur die Bezeichnungen der anderen Karten einer Quartettgruppe fehlen und das Titelmodell, ein Porsche Rennwagen, hat mit dem Spiel nichts zu tun.

Das FX Schmid Supermini-Motorradquartett mit Quizmeisterrahmen gibt es in drei Versionen

Supermini-Quartette in drei Varianten: blauer Rahmen, roter Rahmen, gerade Ecken (Bild von Michael)

Aber dann wartet das Kleine doch mit zwei Neuerungen auf: die seltsam krisselige Rückseite, die auch bei fast allen späteren FXS-Miniquartetten auftaucht, und der Quizmeisterrahmen (damit „… kannst Du auch alleine Dein Wissen prüfen oder Dich mit anderen Spielern messen.“). Der Rahmen ist normalerweise in Blau, seltener in Rot. Die Idee des Quizrahmens wurde dann von Berliner und Pelikan übernommen.

Weitere Spiele dieser Serie mit Quizmeisterrahmen, alle ohne Nummer:

Supermini-Quartette von FX Schmid mit Quizmeisterrahmen – Rennautso, Motorräder, Rennmaschinen, Superautos und Kampfflugzeuge

Eine Handvoll Superminis, hier auch mit Werbebox (Rennautos)

  • Dragster
  • Kampf-Flugzeuge
  • Militär-Fahrzeuge
  • Motorräder (mit kaum lesbarem 76er-Druckcode)
  • Panzer (mit kaum lesbarem 76er-Druckcode)
  • Rennautos
  • Rennmaschinen
  • Schnelle Loks
  • Superjets
  • Märchenwelt
  • Pferde
  • Tiere
  • Tierlieblinge

Außerdem gibt es ein paar nichttechnische Quartette in ähnlicher Aufmachung, jedoch OHNE den Quizmeisterrahmen: nochmal Pferde und Tier-Lieblinge sowie Tierwelt, Bambi, Hunde, Katzen, Schwarzer Peter, Tierpark. Schon bei der nächsten Supermini-Serie verschwand der Rahmen und die Karten wuchsen in ein brauchbares Format. • Seltenheit: ◊◊ Wert: €

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Motorräder (FX Schmid) b

Das Motorräder-Quartett von FX Schmid München von 1973 trägt die Nummer 53822 und enthält BMW R50/5, Honda CB 500, Haley-Davidson Electra-Glide, Honda Dax, Münch 1200 TTS und MV Augusta 750 S.FX Schmid 53822 • 1973 • Titel: BMW R 50/5 • Auf dicken Motorrädern herumzucruisen war nicht schon immer ein Hobby rüstiger Rentner – in den Siebzigern gab es wenig Cooleres als eine Honda CB 750, eine Moto Guzzi oder eine MV Augusta. Wer es noch individueller mochte, griff zur Herkules Wankel oder am besten gleich zur Münch 1200 TTS (mit NSU-Doppelscheinwerfer). Aber auch die Krafträder der Schnapsglasklasse (Kreidler Florett, Honda Dax) machten einiges her! Ein wirklich schönes Motorrad-Quartett, abwechslungsreicher als viele andere Beispiele des Genres.

Hier eine Auflistung der großformatigen FXS Motorrad-Quartette mit Nr. 53822:

  • 1969: Titel Clymer-Münch (coloriert, 36 Karten)
  • 1970: Titel BMW (coloriert)
  • 1971: Titel Harley-Davidson Electra-Glide
    – Deckblatt-Version Bergmann, Titel Kreidler Florett RS
  • 1972: Titel Harley-Davidson Electra-Glide
  • 1973: Titel BMW R 50/5
  • 1974: Titel Suzuki GT 380 k
  • 1975: Titel Münch 1200 TTS-E
  • 1976: Titel: Rotgekleideter Fahrer auf Honda GL 1000 Gold Wing
  • 1977: Titel: Hellgekleideter Fahrer auf Honda GL 1000 Gold Wing
  • ca. 1978: Motorräder Doppelspiel, Nr. 62122, Titel: zwei Motorräder

Ab 1978 wurde die Serie im kleineren Format und mit wechselnden Namen und Nummern fortgeführt. Außerdem konnte sich der Biker-Nachwuchs noch diverse Miniquartette in die Lederjacken-Taschen stecken. • Seltenheit: ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€

BMW einst – jetzt (FX Schmid)

Das BMW-Autoquartett von FX Schmid Münchener Spielkartenfabriken Nr. 53022 hat einen gezeichneten BMW 528 auf dem Titel sowie BMW 1600 GT, BMW-600, Isetta, Glas V8, 503, 502, Dixi und andere auf 36 Karten.FX Schmid 530 22 • 1968 • Titel: BMW 328 Sport • Das erste Quartett ausschließlich mit Fahrzeugen der bayerischen Edelmarke mit dem beliebten Überhol-Prestige … Naja, von vier Rennwagen abgesehen, würden die hübsch colorierten BMW-Modelle dieses Spiels heutzutage kaum noch die linke Autobahnspur unsicher machen können. Dabei gehörten zum Beispiel der legendäre BMW 507 oder der schicke BMW 2000 CS ihrerzeit durchaus zu den rasantesten Sportwagen des Landes. Außerdem enthalten: die formschönen Knutschkugeln Isetta und BMW 600, vier Motorräder und sogar ein paar Modelle des gerade übernommenen Konkurrenten Glas.

Hier eine Liste der alten BMW-Autoquartette von FX Schmid, Nr. 53022:

  • 1968: Titel BMW 328 Sport (36 Karten)
  • 1969: Titel BMW 2500 auf weiß  (36 Karten)
  • 1970: Titel BMW 2500 auf weiß  (32 Karten)
  • 1971: Titel BMW 2500 auf blau (70-er Kartensatz)
  • 1972: Titel BMW 2500 auf blau (32 Karten)

Ab 1988 veröffentlichte FX Schmid noch ein paar weitere BMW-Quartette. Laut Herbert Kutters Katalog gibt es vom Vorkriegs-BMW 303 (Karte 1c) auch Varianten mit violettem statt braunem Kotflügel… • Seltenheit: ◊◊-◊◊◊ Wert: €€-€€€

 

Interview mit einem Quartett-Fotografen (2. Teil)

Hier nun der zweite Teil des Interviews mit dem Fotografen Thomas Dirk Heere, der zahlreiche Berliner Spielkarten Quartette der 70er und 80er Jahre fotografiert hat. Zum 1.Teil >> 

Sportauto-Zeitschrift mit dem Kadett GT/E Rallye vom Berliner Spielkarten Quartett Rallye.

Hier fliegt der Kadett vom Rallye-Quartett

Quartettblog: Wie lief die Entwicklung eines Quartetts konkret ab, wurden Sie von einem Redakteur oder Verlagsmitarbeiter angerufen um z. B. ein Quartett wie „Pistenheuler“ oder „Rallye“ zusammenzustellen?

Heere: Eigentlich ergab sich die Planung immer aus dem Gespräch heraus, da ich ja wusste, was ich anbieten konnte und was ich bereits im Archiv hatte. Auch kam dann auf meine Anregung ein Spiel zustande, dass sich von den üblichen Quartettspielen unterschieden hat: „Rennpisten international“. (Anmerkung: Nr. 6316766).
Quartettblog: Wie kam es dazu?
Heere: Das Quartettspiel „Rennpisten International“ z. B. entstand anhand der Programmhefte, die ich von jedem Rennen mitbrachte. Oft gab es darin eine Skizze der Rennstrecke. Diese Skizzen waren es, die den Denkanstoß gaben. Da hieß es dann, weg von den technischen Daten und eine Streckenbeschreibung mit entsprechenden Rennmotiven der spektakulären Abschnitte entwerfen.
be-6316760_Bergsprinter_Quartettspiel_Alpine-Renault Kopie 1Quartettblog: Mich würde mal interessieren, wie man sich die Firma Berliner Spielkarten in den 70er Jahren vorstellen kann.
Heere: Wie eingangs erwähnt, habe ich nur das Büro in der Havelstraße 16 in Darmstadt kennengelernt. Wo die Druckerei war, weiß ich heute nicht mehr. (Anmerkung: Diese lag vermutlich in Berlin, Obentrautstraße 60, jedenfalls gab es da 1974 einen Telefonbucheintrag …)
Quartettblog: Was meine Leser und mich immer wieder interessiert, wissen Sie, wie hoch die Auflagen bei einigen Ihrer Quartette waren?
Heere: Das entzieht sich meiner Kenntnis. Nach Drucklegung habe ich Belegexemplare druckfrisch erhalten und selbst oft noch eigene Bestellungen aufgegeben. Hatte ich doch vor, jedem der Beteiligten, sei es Team, Fahrer oder Mechaniker, ein Quartettspiel zu überreichen. Das war immer ein „Riesen-Hallo“, wenn die Spiele im Fahrerlager die Runde machten … „Och, ich bin ja gar nicht auf´m Titel“ habe ich ziemlich oft hören müssen. Aber eigentlich waren alle zufrieden und mancher hat mir auch schon mal einen Schein zugesteckt, weil er das Ergebnis honorieren wollte.
Quartettblog: An wie vielen Quartetten waren Sie denn im Lauf der Jahre ungefähr beteiligt? Was ist Ihr persönlicher Favorit?
Heere: Ich sitze natürlich heute noch auf meinem kleinen Schatz der Belegexemplare. Aber wenn die Zeit ins Land geht, gibt man hier und da mal ein Spiel aus den Händen, um Kindern eine Freude zu machen. So passiert es dann, dass die eigene Kollektion nicht mehr ganz vollständig ist. Es müssen aber über dreißig Spiele gewesen sein. Einen Favorit habe ich nicht, aber stolz bin ich schon ein bisschen auf die „Rennpisten International“, da dieses Spiel nach Aussage von Herrn Burgstahler auf der Nürnberger Spielwarenmesse ausgezeichnet wurde.
berliner-6316724-Rallye_Kadett_GTE KopieQuartettblog: Klingt nach einem wirklich tollen Job, den viele Blog-Leser sicher sehr gern in ihrer Jugend gehabt hätten! Hat es Ihnen Spaß gemacht?
Heere: Na klar, das hat viel Spaß gemacht. Noch heute bin ich in meinem Job. Allerdings habe ich mit der Berichterstattung über Autorennen Ende der 90er aufgehört. Der Konkurrenzdruck wurde stärker und die Honorare „gingen in die Knie“. Immer mehr Newcomer strebten danach, ohne Honorar ihre Bilder in den Zeitschriften zu sehen. Das hat den Markt für die „Freien“ kaputt gemacht. Außerdem möchte ich Ihnen auch mal eine Vorstellung davon geben, wie es ist, wenn es ein ganzes Wochenende lang regnet und Sie um die Rennstrecke laufen müssen, um an den verschiedenen Abschnitten möglichst viele unterschiedliche Motive zu produzieren – kein Zuckerschlecken!
Quartettblog: Haben Sie selbst Quartett gespielt?
Heere: Ja, allerdings gab es zu meiner Kinderzeit nicht diese Technik-Spiele. Oder meine Eltern und Freunde hatten mir keins geschenkt …
Das Berliner Spielkarten Bergsprinter-Quartett hat einen Renault Alpine auf dem TitelQuartettblog: Aus heutiger Sicht, freuen Sie sich darüber, dass viele heute Ältere die alten Quartette in schöner Kindheitserinnerung haben und sammeln?
Heere: Die Wertschätzung von alltäglichen Dingen, so auch „meine“ Spielkarten, hat für mich einen hohen Stellenwert. Mit Freude habe ich bei der Recherche bezgl. Spielkarten im Internet gemerkt, dass es, wie auf Ihrer informativen Seite, viele Gleichgesinnte gibt, die ihrem Hobby frönen und sich über und an den Karten erfreuen. Wenn ich ein Kartenspiel zur Hand nehme, kommen bei mir bei der Betrachtung der Fotos die Erinnerungen wieder hoch und so manches Anekdötchen  um die Rennstrecken wird wieder wach und treibt einem ein zufriedenes Schmunzeln ins Gesicht.
Quartettblog: Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit einem Quartett-Fotografen (1. Teil)

Jägermeister-Porsche im Autoquartett Renn-Tourenwagen von Berliner Spielkarten - Fotograf Thomas Dirk HeereWahrscheinlich hat jeder, der sich für die alten Autoquartette interessiert, schon mal darüber nachgedacht, wo wohl die Fotos und Daten herkamen und wie daraus schließlich ein Spiel mit 32 Karten wurde. Jetzt hatte ich Gelegenheit, dazu einen Insider per E-Mail zu interviewen, der Dutzende der heute historischen Quartette der Berliner Spielkarten fotografiert und entworfen hat.

Der Frankfurter Bildjournalist Thomas Dirk Heere steckt hinter zahlreichen Quartetten wie „Renn-Tourenwagen“, „Rallye“, „Bergsprinter“ und „Pistenheuler“, die teilweise schon auf dieser Webseite vorgestellt wurden. Seine Bilder gehören zu den spektakulärsten und lebendigsten Rennwagen-Fotos in Quartetten überhaupt! Und sie machen wohl den besonderen Reiz dieser Ausgaben aus den 70er und 80er Jahren aus. Als begeisterter Auto- und Rennsportfotograf hat Heere nicht nur die Fotos, sondern auch die technischen Daten geliefert. Hier eine Auswahl:

Eine Übersicht über die großformatigen Autoquartette und Motorradquartette von Berliner Spielkarten des Fotografen Thomas Dirk Heere

Einige der Berliner Spielkarten Quartette mit Fotos von Thomas Dirk Heere

Quartettblog: Wie kamen Sie dazu, für Quartettspiele zu fotografieren?
Heere: In den späten 70er Jahren habe ich mich als Fotograf selbständig gemacht und mir die Autofotografie als Ziel meines täglichen Erwerbs gesetzt. Unter anderem habe ich für die Vereinigten Motor Verlage in Stuttgart als freier Fotograf für die Zeitung „Sport Auto“ viele Autotests fotografiert. „Rally Racing“ und „Sportfahrer“  waren auch Zeitschriften, die ich bedienen durfte. Autorennen waren ebenso angesagt. An fast jedem Wochenende habe ich auf den Rennstrecken in Deutschland und dem europäischen Ausland gearbeitet. Die Vielzahl der Bilder und Motive, die in meinem Archiv schlummerten und noch keine Veröffentlichung hatten, haben mich bewogen, auf die Suche nach weiteren Abnehmern zu gehen. Dazu gehörte auch ein Besuch des Verlags der Deutschen Buchgemeinschaft in Darmstadt. Dort hatte ich kein Glück, aber im gleichen Hochhaus gab es den Verlag A. Seydel & Cie. mit der Abteilung Spielkarten und Spiele. (Anmerkung: Trotz des Namens war die Leitung der Berliner Spielkarten GmbH vermutlich in Darmstadt.) Dort traf ich auf einen an meiner Arbeit sehr interessierten Herrn. Ich glaube, er hieß Burgstahler oder Burgstaller. Er schaute sich Fotos von den Autorennen an und meinte, dass er diese für die Autoquartetts gut gebrauchen könne. Allerdings benötigte er auch die Daten. Diese sind natürlich gerade bei Rennwagen mit getunter Motorleistung nicht überall verfügbar oder zu ermitteln.
Quartettblog: Haben Sie die Fahrer oder Mechaniker einfach im Fahrerlager nach den Daten gefragt? Heute kann ich mir diese Möglichkeiten gar nicht mehr vorstellen!
Rennfotograf Thomas Dirk Heere aus Darmstadt fotografierte Autorennen und Rallyes für die Berliner Spielkarten Autoquartette

Thomas Dirk Heere an der Rennpiste

Heere: Ja, genau so kam es dann. Da ich durch meine journalistische Berichterstattung über die Rennen Zugang zu allen Bereichen der Rennstrecken und zum Fahrerlager hatte, konnte ich von Team zu Team gehen und die benötigten Daten abfragen. Ob mir dabei immer die die „echten Daten“ genannt wurden, entzieht sich bis heute meiner Kenntnis … Zumindest waren sie authentisch und realitätsnah. Außerdem bleibt noch zu bemerken, dass die Renn-Teams damals nicht so sehr die Abschottung der Öffentlichkeit betrieben haben wie heute. Ich möchte sagen, es ging alles etwas „familiärer“ zu …

Quartettblog: Sind Sie denn selbst auch Rennen gefahren?
Heere: Rennen bin ich nie selbst gefahren – da ich aber z.B. für „Sport Auto“ fast jeden Montag in Hockenheim die Tests fotografierte, gab es genügend Gelegenheit, mit dem eigenen Fahrzeug (BMW Alpina B3) die Rennstrecke unter die Räder zu nehmen. Mehrmals habe ich mich dabei auch neben der Strecke wiedergefunden. Ein lehrreiches Prozedere, dass mich im Fahrstil weiter brachte, gleichzeitig signalisierte, Rennfahrer wirst du nicht!
Auf dem Rallye-Autoquartett der Berliner Spielkarten fliegt ein Kadett Rallye über einen SprunghügelQuartettblog: Wurden die Bilder extra für die Quartette geschossen oder auch für Zeitschriften etc.?
Heere: Eigentlich waren es immer Fotos, die sowieso entstanden sind. Außer das Dragster-Rennen. Dieses hätte ich wohl nicht besucht, wäre da nicht im Gespräch mit Herrn Burgstahler mein Vorschlag angenommen worden. Aus heutiger Sicht eine Bereicherung an Hörerlebnis … nie zuvor hatte ich bei Autorennen, das lauteste war für meine Begriffe immer die Formel 1, einen derartigen Lärmpegel erlebt!

 

 

 

Weltrekordfahrzeuge (FX Schmid)

Im Rennautoquartett Weltrekordfahrzeuge von FX Schmid Nr. 58622 sind Autos wie Green Monster, Opel RAK 2 und Spirit of America und andere Salzsee-Renner enthalten.FX Schmid 68622 • 1970 • Titel: Green Monster • Kaum hatte man das Auto erfunden, war es vielen bereits zu langsam. Daher riskierten geniale Bastler und irre Fahrer fortan Kopf und Kragen, um den Speed-Rekord zu Lande in immer neue Höhen zu schrauben. Die aberwitzigsten Konstruktionen gingen dafür an den Start (und oft schon vor dem Ziel zu Bruch): Raketenautos, Hubraum-Monster mit vier V8-Motoren hintereinander, rollende Düsenjäger, Turbinendreiräder… Die Jagd nach immer neuen Weltrekorden fand erst im Oktober 1970 ihr vorläufiges Ende, als Gary Gabelich in der rollenden Rakete Blue Flame erstmals die magische 1.000 km/h-Grenze pulverisierte.

Dieses Quartett war leider kurz vorher in den Druck gegangen, denn hier steht der Rekord noch bei 966 km/h. Neben faszinierenden Höllenmaschinen wie Fritz von Opels RAK2, Green Monster und Spirit of America bestaunt man hier vollverkleidete NSU-Motorräder, Rekordboote und Fluggeräte, die meisten in liebevoll colorierten Bildern. Einfach ein tolles Quartett zum Anschauen! Die Nachfolge-Spiele enthalten leider die gleichen Karten und sogar das gleiche Titelauto. Erst 1975 gab es ein paar neue Autos – aber erst 1978, in der allerletzten Mutationsstufe dieser Quartettreihe, tauchte mit acht Jahren Verspätung der damals immer noch aktuelle Rekordhalter Blue Flame auf. Auch ein Rekord! • Seltenheit: ◊◊-◊◊◊ Wert: €-€€

Easy Rider + Co (Piatnik)

piatnik-332-Easy-Rider_Motorradquartett_Tolle-Serie_Harley_BSA_JawaPiatnik 332 • ca. 1972 • Titel: Harley-Davidson + Bausatz • Anfang der 70er gehörten Motorradposter zur unverzichtbaren Ausstattung jedes männlichen Kinderzimmers! Besonders populär waren die mit langen Gabeln, Spezialauspüffen, Rückenlehnen und Airbrush-Kunst aufgehübschten Rocker-Harleys, im Idealfall verziert mit darauf platzierten Bikini-Girls, die offensichtlich keinen Führerschein dabei hatten… Einige besonders coole Chopper finden sich auch im diesem Spiel, aber nicht nur: Harley Davidson Electra Glide, BMW R 75/5, BSA Gold Star, Kawasaki 500 und Honda 750 Four lassen auch den Fahrradfahrer von Fliegen in den Schneidezähnen träumen. Auch wegen vieler klasse Fotos in hervorragender Druckqualität ist dieses erste „Easy Rider“ Spiel das vielleicht schönste Motorradqartett überhaupt. Der Titel-Biker kommt ebenfalls grandios cool rüber und durfte daher auch für weitere drei, vier Auflagen des Spiels (dann mit der Nr. 4222) antreten! • Seltenheit: ◊◊◊-◊◊◊◊ Wert: €€-€€€