Werbeanzeigen für Quartette

Eine Werbeanzeige in Micky Maus 1970 für die Autoquartette von FX Schmid und Piatnik mit vt-LogoIm Gegensatz etwa zu Lego, Fischertechnik, „Cluedo“ oder Carrerabahnen gehörten Quartette eher zu den Spielsachen, die sich die Kinder selbst gekauft haben. Kein Wunder also, dass in den einschlägigen Zeitschriften auch zielgruppen-gerechte Werbung für die neuesten Quartette platziert wurden. Blog-Leser und Matchbox-Experte Christian hat mir ein paar Anzeigen aus seiner Sammlung gescannt. Sehr interessant, find ich!

FX Schmid in Micky Maus 1970/21: Auf dieser ganzseitigen Anzeige seht ihr die Spiele des 1970er-Jahrgangs inklusive zweier Piatnik-Quartette. Diese wurden damals von FX Schmid in Deutschland vertrieben. Einige der heute sehr seltenen Piatnik-Spiele wie Autosalon und Flugzeuge sind nicht dabei, vermutlich waren die in Deutschland nicht offiziell erhältlich. Außerdem fällt mir auf, dass das Titelbild von Satelliten und Raumschiffe geändert wurde. Zum Vergleich siehe hier.

Werbeanzeige für ASS-Blitztrumpf-Quartette für Rennwagen und Heiße Öfen in Fix und Foxi, Bessy und SilberpfeilASS in Micky Maus 1978/11, Bessy 616, Silberpfeil 312: Tja, kennst du die? Eine irgendwie seltsame Anzeige. Erstens ist die Gewinnspielfrage ziemlich schwer. Man musste jedenfalls echter Kenner sein, um zu wissen, wie die Automarke des roten Renners auf dem Spiel links lautet. Zweitens ist die noch größere Frage, warum die Titel der Quartettspiele (Rennwagen bzw. Heiße Öfen) fehlen? Aber das „herrliche Renn-Poster“ hätte ich gern gehabt! Schräg.

Werbung für das ASS-Autoquartett Luxuskarossen in Fix und FoxiASS in Fix und Foxi 1984/13: Noch ein Quiz mit Gewinnchance. Die Frage ist ebenfalls recht anspruchsvoll – man musste wohl das Quartett parat haben, um die Frage zu beantworten… Hier war Fix und Foxi der Absender und man konnte ASS-Quartette gewinnen.

Wenn einer der Leser weitere Anzeigen in alten Kinder- bzw. Jugendzeitschriften gefunden hat, würde ich mich über einen Scan freuen.

Fröhliche Festtage allen Lesern
und ein schönes Quartett auf dem Gabentisch!

Und nicht verpassen: Nimm an der Weihnachtsverlosung des Tyrannen-Quartetts teil! (Die E-Mail-Adressen werden natürlich nicht weitergegeben oder veröffentlicht.)

10 Gedanken zu “Werbeanzeigen für Quartette

  1. Das knifflige an der Frage sind wohl vor allem die abgebildeten Autos hinten auf dem Parkplatz rechts….lol

    Immerhin weiß ich jetzt mal, wofür vt steht…da hatte ich ja doch eine kleine Wissenslücke.

    Allen frohe Weihnachten!

  2. Hallo,

    sehr schön dieser Quartettblog-Artikel mit jenen alten Werbeanzeigen für Quartettspiele! Tolle nostalgische Zeitdokumente sind das!

    Vor allem diese „TOP-ASS-Werbeanzeige“ von 1984 gefällt mir!

    An Bastian: … bei der andere früheren Werbeanzeige von ASS könnte zumindest der gelbe Wagen auf dem Parkplatz hinten ein damals aktueller Ford Escort RS sein …😉

    An dieser Stelle auch von meiner Seite – allen Quartettfreunden schöne Weihnachtstage!

    Viele Grüsse

    Sandra

  3. Noch ein paar Kommentare von mir zum Thema:

    Wie schon an anderer Stelle angedeutet, sind diese Quartettanzeigen für mich nur Beifang, weil ich in Comics auf Flohmärkten eigentlich nur nach Matchbox-Anzeigen suche. Nur wenn ich eine solche finde, kaufe ich das Heft.

    Mir sind also schon wesentlich mehr Quartettanzeigen begegnet, die ich aber nicht erworben habe. Ist nun mal nicht mein eigentliches Sammelgebiet. Ich kann aber bestätigen, dass es noch einiges mehr in dieser Richtung gibt, und jede(r) Interessierte ist aufgefordert, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen!

    Die erwähnten Lego, Fischertechnik und Carrera kommen übrigens durchaus auch in Werbeanzeigen in Comics vor. Lego ist sogar womöglich die generell am stärksten beworbene Spielzeugmarke überhaupt, und das sogar weit in die 90er Jahre hinein, als von Matchboxautos oder Quartetten in Comics praktisch nichts mehr zu sehen war. (Die letzte mir bekannte Matchbox-Anzeige ist in Micky Maus 1989/12 erschienen; damit dürfte diese Ära geendet haben.)

    Was den Rolls-Royce in der Anzeige von 1984 betrifft, ist es schon seltsam, dass er als „Phantom IV“ bezeichnet wird, die Abbildung aber einen Phantom V oder VI zeigt. Ob die Fehler in Modellbezeichnung und Hubräumen einfach aus dem Quartettspiel selbst übernommen worden sind und dort also auch vorkommen, entzieht sich meiner Kenntnis.

    • Hallo Christian,

      also wir haben diese in jener ASS-Werbeanzeige von 1984 dort bildlich beworbene Ausgabe des TOP-ASS Spiels „Luxus Karossen“ (3345/8) in unserer Quartettspielesammlung – auch in diesem Spiel selbst wird der (dort auf der Spielkarte A1 zu sehende) Rolls Royce (also exakt mit dem Foto jenes Rolls Royce-Modell, welches auch in dieser Werbeanzeige hier zu sehen ist) als ein Rolls Royce Phantom IV betitelt. Dies aber jetzt mal nur als Info, bzw. Bestätigung; denn ob diese Modellbezeichnung für jenes Rolls Royce Modell hier richtig oder falsch ist, entzieht sich nun wiederum meiner Kenntnis, da ich mich mit den genauen Modellbezeichnungen von Rolls Royce Modellen nicht besonders gut auskenne.

      Viele Grüsse

      Sandra

      P.S.:

      Im Quartett wird bei jenem Rolls Royce Modell übr. ein Hubraumwert von 6745ccm angegeben. – Also nochmal ein komplett anderere Hubraumwert, als die drei Hubraumwertantworten für dieses Auto in der Werbeanzeige hier. … stimmt denn nun wenigstens dieser Hubraumwert im Quartettspiel bei jenem Modell?

      Bei dem Lincoln Continental „Low Rider“ (dort auf Spielkarte A2) ist im Quartett selbst übr. der Hubraumwert 7200ccm angegeben (laut Jens ja falsch).

      Und der Vollständigkeit wegen: Bei dem Mercedes 500 SEL (auf Spielkarte B4 im Quartett) ist im Quartett ein Hubraumwert von 4973ccm angegeben.

      … man könnte hier – wegen den (wohl zumindest teilweise) unkorrekten Hubraumvorschlägen, sowie generell des doch recht hohen Schwierigkeitsgrad jener Gewinnspielfrage, fast den Eindruck bekommen, es handele sich hier um eine Art von Nomenklatur – also so nach dem Motto ‚Egal, was die Kinder und Jugendlichen da als richtig angeben, am Ende werden dann einfach die Gewinner per Los gezogen, ganz gleich, was da an „richtigen“ oder „falschen“ Angaben von den Teilnehmern gemacht wurde – also kurz: Hauptsache es machen überhaupt welche beim Gewinnspiel mit‘.

      • Hallo Sandra,

        Danke für die Infos!

        Der Hubraum 6745ccm stimmt für den Phantom VI. Die fehlerhafte Typenbezeichnung ist also wohl ein simpler Buchstabendreher.

        Der echte Phantom IV ist ein früheres Rolls-Royce-Modell, das von 1950 bis 1956 in nur 18 Exemplaren produziert worden ist, ausschließlich für Königshäuser – der seltenste Serien-Rolls-Royce überhaupt.

        Ich habe davon bisher nur ein Exemplar live gesehen, nämlich im Nethercutt-Museum in Sylmar, Kalifornien, wo es von jeder Phantom-Generation ein Exemplar zu sehen gibt.

        Das auf Phantoms spezialisierte Vonier-Museum in Dornbirn, Vorarlberg hat hingegen keinen einzigen Phantom IV, sondern nur um die sechzig Stück Phantom I bis III aus der Vorkriegszeit. (Trotz dieses „Mangels“ eines der beeindruckendsten öffentlich zugänglichen Automuseen überhaupt – in der breiten Bevölkerung wenig bekannt, aber sehr zu empfehlen!)

        • Hallo Christian,

          vielen Dank für den Hinweis bezüglich jenes Rolls-Royce-Phantom-Museums in Dornbirn.

          Falls du dieses noch nicht kennst, bzw. nicht schon hast – es gab auch mal ein sehr schönes Quartett von ASS mit nur Rolls-Royce-Modellen darin: Dieses Quartett ist schlicht betitelt mit „Rolls-Royce“ und enthält auch einige sehr exklusive Rolls-Royce-Modelle (bspw. einen Rolls-Royce „Marshall Mont Gomery“, oder bspw. einen in Indien gebauten Rolls Royce!); auch kommen in diesem Spiel einige Rolls-Royce Phantom-Modelle drin vor (allerdings kein Phantom IV*), die hier wohl auch – was die genauen Modellbezeichnungen angeht – korrekt betitelt sind.
          Empfehlen kann ich dir hier die noch sehr schöne (weil noch großformatige) frühe Ausgabe dieses Spiels von ca. 1979 / 80 mit der Bestellnr. 3190/5 (aus der damaligen ASS-Quartettreihe mit „Gelber und roter Karte“). Diese Ausgabe bekommt man selbst bei Ebay oftmals noch für sehr kleines Geld.

          Viele Grüsse

          Sandra

          * was wohl daran liegt, daß in besagtem „Rolls-Royce-Quartett“ von ASS allerdings nur Rolls-Royce-Modelle der Baujahre von 1904 bis 1939, sowie dann von 1962 bis 1977 vorkommen; d.h., Rolls-Royce-Modelle aus den 40er- und 50er-Jahren (wie es ja, wie du schreibst, jener Phantom IV war) wurden hier ausgelassen.

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